Driften: Für Einsteiger
Einsteiger-Tipps für den Drift-Sport

Driften muss nicht teuer sein. Für unter 1000 Euro kann man mit ein paar Modifikationen am Auto in den Drift-Sport einsteigen. Die besten Tipps.
Driften boomt. Das merkt auch Martin Montag von Drift United an der wachsenden Community in der deutschen Drift-Szene. AUTO BILD sprach mit dem Gründer der deutschen Driftmeisterschaft Drift United über den Einstieg in den Driftsport, die Kosten und die Anforderungen.
AUTO BILD: Was für ein Auto brauche ich, um mit dem Driften anzufangen?
Martin Montag: Prinzipiell geht das mit einem Serienfahrzeug wie dem BMW M4. Der bringt alles mit, was man braucht: genug Leistung, Hinterradantrieb und eine Differenzialsperre. So ein Fahrzeug hat natürlich seinen Preis. Es geht aber auch wesentlich günstiger, wie mit einem gebrauchten BMW 3er (zum Beispiel E36) für unter 1000 Euro mit zugeschweißtem Differenzial, der dann allerdings keinen TÜV mehr bekommen würde. Daher sollte man sich zuerst bewusst machen, in welcher Klasse man einsteigen und welchen Weg man beim Driften einschlagen will.
AB: Welche Drift-Möglichkeiten gibt es denn für Serienfahrzeuge?

Würde der TÜV nicht mehr zulassen: Lenkwinkel bis 80 Grad.
Bild: Mathias Kirsch/Kima Design
AB: Was kann ich machen, wenn mir ein Serienfahrzeug zu schade und zu teuer ist?
MM: Da gibt es die heckgetriebenen Einsteiger-Driftautos. Früher waren japanische Autos beliebt, wie der Nissan 200SX. Die sind mittlerweile aber sehr gefragt und teuer. Günstiger bekommt man einen BMW 3er (zum Beispiel E36) der für unter 1000 Euro zu haben ist. Dann kommt die Innenausstattung raus, das Hinterachsdifferenzial wird zugeschweißt und los geht's. Weil diese Fahrzeuge keine Straßenzulassung mehr haben, muss man sich um ein Zugfahrzeug und Anhänger kümmern. Wer später professionell Driften will, braucht am Anfang gar nicht viele PS. Wichtiger sind die Soft-Skills: Wie gehe ich mit Reifendruck, Gas und Lenkung um.
AB: Stichwort "professionell Driften", was brauche ich da für Fahrzeuge?

Erprobt bei Drift United: Spurstangenkopf der Meyle-HD-Serie.
Bild: MEYLE AG
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