Hochspannung beim dritten DTM-Rennen am Lausitzring mit einem René Rast in Hochform! Nach dem Foto-Finish zwischen Rast und seinem Audi-Markenkollegen Nico Müller am vergangenen Sonntag fuhren die beiden Tabellen-Führenden auch im fünften Saisonrennen wieder im Parallel-Flug zum Doppelsieg.
Nico Müller erklärt, warum er 2020 so stark ist. Hier klicken
Kurios: Rast verlor am Start von Rang zwei auf nasser Strecke zunächst zwei Plätze, landete zwischendurch im Kiesbett und kam eigentlich zu spät zum Reifenwechsel. Zwischenzeitlich hatte der Doppelchampion schon mehr als zehn Sekunden Rückstand auf die Spitze. Trotzdem kämpfte er sich von Platz vier nach dem Pflichtboxenstopp an Marco Wittmann (BMW) und Robin Frijns (Audi) vorbei an die Spitze.
Rast ringt Müller nieder
Nico Müller ist weiterhin Tabellenführer der DTM.
„Das war ein verrücktes Rennen“, jubelt Rast. „Ich war einmal sogar im Kies. Dann galt es ruhig zu bleiben. Ich wusste, dass ich das Rennen noch mal drehen kann, wenn wir zum richtigen Zeitpunkt stoppen. Ich habe dann Flucht nach vorne gesucht und bin megahappy!“
Nico Müller hatte das Rennen in der ersten Hälfte zwar souverän angeführt, kam aber als letzter der Top-Piloten zum Wechsel auf Slicks an die Box und verlor so das Fernduell gegen René Rast. Von Platz fünf war auf Rang zwei Schluss für den Shootingstar der Saison 2020 und aktuellen Tabellenführer. Der Schweizer enttäuscht: „Ich war der letzte in der Box. Dann kommst du mit kalten Reifen raus und die ganzen Jungs fallen mit heißen Reifen über dich her. Ich musste von Platz fünf so pushen, dass ich die letzten Runden keine Reifen mehr hatte.“
Kurios: Auf den ersten drei Plätzen kamen drei Formel-E-Piloten ins Ziel. Robin Frijns komplettierte den Audi-Erfolg auf Platz drei. Bester BWM-Fahrer war Ex-Formel-1-Star Timo Glock auf Platz vier. „Ich habe Wut gehabt nach meinem Fehler heute morgen (Glock hatte mit einem Ausritt für rote Flaggen gesorgt; d. Red.) – deshalb galt für mich Alles oder Nichts.“ Sein BMW-Kollege Marco Wittmann wurde Fünfter.
Mit dem Dreifach-Erfolg der Ingolstädter siegte Audi saisonübergreifend zum zwölften Mal in Folge. DTM-Champion Rast liegt mit nunmehr 88 Punkten 33 Zähler hinter Müller (121 Punkte). Frijns ist mit 74 Punkten Dritter.
Lausitzring 2 - 1. Rennen

1. René Rast (Minden) - Audi RS 5 DTM 57:50,862 Min.;
2. Nico Müller (Schweiz) - Audi RS 5 DTM +1,969 Sek.;
3. Robin Frijns (Niederlande) - Audi RS 5 DTM +4,922;
4. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM +7,590;
5. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM +13,282;
6. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS 5 DTM +19,371;
7. Loic Duval (Frankreich) - Audi RS 5 DTM +20,273;
8. Philipp Eng (Österreich) - BMW M4 DTM +21,829;
9. Sheldon van der Linde (Südafrika) - BMW M4 DTM +22,665;
10. Jamie Green (Großbritannien) - Audi RS 5 DTM +25,389
 
Fahrer-Wertung, Stand nach 5 von 18 Wettbewerben:

1. Nico Müller (Schweiz) - Audi 121 Pkt.
2. René Rast (Minden) - Audi 88
3. Robin Frijns (Niederlande) - Audi 74
4. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi 40
5. Marco Wittmann (Fürth) - BMW 38
6. Jamie Green (Großbritannien) - Audi 35
7. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW 34
8. Loic Duval (Frankreich) - Audi 32
9. Sheldon van der Linde (Südafrika) - BMW 28
10. Philipp Eng (Österreich) - BMW 20
 
Hersteller-Wertung, Stand nach 5 von 18 Wettbewerben:

1. Audi 355 Pkt.
2. BMW 135

Von

Bianca Garloff