DTM: Engel begleicht offene Rechnung
Erst Sieg, dann Hochzeit

In seiner zweiten Karriere in der DTM erlebt Maro Engel seinen zweiten Frühling. In Moskau feierte der Mercedes-Pilot seinen ersten Sieg in der Serie.
Bild: Picture-Alliance / DTM
Die letzten Kilometer auf dem Weg zu seinem ersten DTM-Sieg dauerten eine gefühlte Ewigkeit. Maro Engel wusste am Ende nicht einmal, dass er bereits in der letzten Runde des zehnten Saisonrennens war. Viele Dinge spukten dabei in seinem Kopf herum. Konzentrieren, schnell fahren, Reifen schonen, auf die Konkurrenz achten, keine Fehler machen. Oder anders gesagt: „Ich bin um mein Leben gefahren“, sagte Engel ABMS. Das Glück des Tüchtigen gehört dann auch dazu, denn natürlich hatte ihm erst die frühe Safety-Car-Phase und sein noch früherer Stopp den Sieg ermöglicht. Doch das war am Ende komplett egal.

Maro Engel brachte den Moskau-Sieg über die Runden
Die Zeit nach seinem DTM-Aus 2011 war für Engel nicht immer einfach. Das Ende kam für ihn sportlich durchaus überraschend, zudem erkrankte er an einer Herzmuskelentzündung. Insgesamt keine einfache Zeit für ihn. Er konnte bei Mercedes im Kundensportprogramm weitermachen, feierte Erfolge im GT-Sport und mauserte sich zum Allrounder, zum Alleskönner. 2016 gewann er die 24 Stunden am Nürburgring – mit einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Runde. Auch 2017 fährt er parallel zur DTM in der Formel E und bei ausgewählten GT-Rennen. Eine Zusatzbelastung, die für den Deutschen mit Wohnsitz Monaco aber grundsätzlich einen Mehrwert hat.

Auf dem Podium gab's für Engel kein Halten mehr
Der nächste Höhepunkt für Engel folgt schon bald: Er heiratet im August. Was hat für ihn denn den höheren Stellenwert? Engel muss lachen. „Jetzt muss ich aufpassen, was ich antworte. Im Ernst, der Sieg ist unglaublich, zu vergleichen mit dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring im vergangenen Jahr. Aber eine Hochzeit ist ein einmaliges Ereignis im Leben, ich freue mich wahnsinnig darauf.“ Wie auch auf den Rest der Saison, den er nun theoretisch ein wenig lockerer angehen kann, so als Rennsieger. Seine Ziele ändern sich trotzdem nicht: „In die Punkte fahren. Man sieht, dass in der neuen DTM alles möglich ist.“
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