DTM: 500. Rennen - Rekorde und verrückte Zahlen

DTM nach Audi-Ausstieg

Wie kann es mit der DTM weitergehen?

Der Ausstieg von Audi aus der DTM bringt die Zukunft der DTM ins Wanken. Doch es gibt durchaus noch Optionen. Das sind sie.
Ist das jetzt der Todesstoß für die DTM? Mercedes stieg Ende 2018 aus, Aston Martin zog sich Ende 2019 nach nur einem Jahr wieder zurück, Audi hört Ende 2020 auf. Damit bleibt nur noch BMW. Langfristig war eine DTM-Zukunft schon mit zwei Herstellern nicht vorstellbar, mit nur einem Autokonzern ist sie undenkbar.
Die Details zum Audi-Ausstieg: hier klicken
Es wäre nicht das erste Mal, dass die DTM die Segel streichen muss. Von 1997 bis 1999 pausierte sie schon einmal. Doch die DTM ist noch nicht tot. Sie hat noch Alternativen. Und das sind sie.
Die aktuellen Class-One-Rennwagen werden 2020 die letzte Saison fahren, so viel dürfte klar sein. Es hat sich schon kein dritter Hersteller gefunden, also wird sich erst recht kein zweiter Hersteller finden, wenn nur noch einer (BMW) dabei ist. Die Allianz mit der japanischen Super-GT-Meisterschaft ist noch längst nicht so weit, dass Honda, Toyota und Nissan (oder wenigstens zwei Marken davon) sich klar zur DTM bekennen würden.
Klar ist auch: Die seriennahen TCR-Autos sind keine Option. Damit wird neben dem Tourenwagen-Weltcup derzeit auch die ADAC TCR Germany ausgefahren. Doch die DTM will eine Premium-Rennserie sein und keine weitere Meisterschaft mit TCR-Autos, von denen es schon so viele gibt. Dazu kommt: Die Hersteller ziehen sich auch immer mehr aus der TCR zurück – weil sie verstärkt in die ETCR einsteigen, dem Pendant mit Elektromotoren.

Fährt die DTM künftig mit Le-Mans-Autos?

Elektromotoren sind auch die Zukunft der DTM, das hat DTM-Boss Gerhard Berger längst erkannt. „Auch wenn ich persönlich immer ein Fan von V12-Motoren bleiben werde, so darf man sich vor neuen Technologien nicht verschließen. Aber die Autos müssen Biester bleiben. Wenn also Elektroautos, dann müssen sie mindestens 1000 PS leisten und 350 km/h schnell sein“, so der Österreicher.

GT3 oder GTE als Überbrückung?

Genau eine solche Elektro-Plattform plant Berger ab 2025 mit der DTM. Mit schnellen Autos, Wasserstoff- und Batteriespeicher gemeinsam im Wettbewerb sowie vielen weiteren innovativen Details will Berger aber nicht nur eine von vielen weiteren Elektroserien aus dem Boden stampfen, sondern spektakulären Motorsport bieten. Premium, wie es die Fans von der DTM gewöhnt sind.
Doch was soll die DTM bis dahin machen? Ex-DTM-Meister und Ex-DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck hat eine klare Vorstellung davon: „Wenn du mit GT3-Autos fährst hast du elf oder zwölf verschiedene Autos auf dem Markt. Wenn du davon sechs oder sieben bekommst, dann hast du ein volles Haus.“
Im Gespräch mit „Motorsport-total.com“ bestätigt Stuck auch, dass es beim Ice-Race in Zell am See bereits zu einem Gespräch zwischen Wolfgang Porsche und Gerhard Berger zu diesem Thema gekommen sei. Stuck sieht darin auch keine Kollision mit dem ADAC GT Masters, das bereits auf GT3-Autos setzt. „Die Formate würden einander nicht wehtun, denn im GT Masters gibt es zwei Fahrer pro Auto. Man könnte vielleicht sogar Rennen von DTM und GT-Masters zusammenlegen. Sprintrennen für GT3-Autos gibt es ja nicht.“
GT3-Rennwagen werden derzeit von Audi, BMW, Porsche, Mercedes, Lamborghini, Bentley, Aston Martin, Corvette, Nissan, Ferrari, Lexus, Honda und Emil Frey Jaguar gebaut.
Die gleiche Idee lässt sich aber auch mit GTE-Autos umsetzen. Die Rennwagen sind schneller und fahren beispielsweise beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit. Werkseinsätze in der GTE gibt es derzeit von Porsche, Ferrari, Aston Martin, Corvette und BMW. Kundenautos von Ford sind ebenfalls noch auf dem Markt. Auch die GTE-Autos werden bislang nur für Langstrecken-, nicht aber für Sprintrennen eingesetzt. In diese Lücke könnte die DTM stoßen.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die interessantesten Fakten zu 500 Rennen DTM.

DTM: 500. Rennen - Rekorde und verrückte Zahlen

Fotos: Picture-Alliance

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