DTM: Siebenfach-Sieg für BMW
Historischer Erfolg in Zandvoort

Historischer Erfolg: BMW feiert in Zandvoort mit sieben Autos auf den ersten sieben Plätzen eine starke Wiederauferstehung. Sieg für Marco Wittmann.
Bild: ARD
- Frederik Hackbarth
Am Ende war es der totale Erfolg für das Sorgenkind der DTM. Ausgerechnet BMW, bisher in dieser Saison abgeschlagen und als einzige Marke noch ohne Sieg, feierte in Zandvoort beim siebten Lauf 2015 am Samstag eine Wiederauferstehung nach Maß – und das mit einem noch nie dagewesenen historischen Siebenfach-Erfolg. Bereits nach dem Qualifying standen die Sterne gut für einen BMW-Feiertag, von den ersten vier Plätzen aus gingen die Münchner in das Rennen auf dem Dünenkurs an der Nordsee, sieben BMW standen in der Startaufstellung in den Top-10. Als die Lichter der Startampel ausgingen, erwischte Pole-Mann Augusto Farfus jedoch keinen guten Tag.
So lief das Qualifying in Zandvoort: Farfus auf Pole

Abflug nach dem Start: Die Bergung von Paul di Restas Mercedes dauerte ungewöhnlich lange
Haug kritisiert Streckenposten
„Den Preis für schnelles Bergen kriegen sie hier in Zandvoort jedenfalls nicht“, spottete Haug, der meinte: „Das Ganze war schneller zu erledigen, zumal es kein schlimmer Unfall war. Keiner will das Saftey Car sehen – sondern ein Rennen.“ Der ehemalige Mercedes-Rennleiter forderte am ARD-Mikrofon: „Man sollte diese Situation noch untersuchen und versuchen, es in Zukunft schneller voranzutreiben.“ Als das Schrittmacherfahrzeug nach fast zehn Minuten und fünf gefahrenen Runden endlich wieder in die Box abbog, tat sich an der Spitze zunächst nichts. Dafür folgten dem Safety Car sowohl Martin Tomczyk (BMW) als auch Edoardo Mortara (Audi) an die Box.

Nachdenklich nach seinem Aus: Jamie Green machte einen Fehler und rutschte ins Kiesbett
Green wirft Punkte weg
Zwar führt der Brite die Meisterschaft nach dem Samstagslauf unverändert mit 81 Punkten vor Mattias Ekström (70) und Pascal Wehrlein (68) an, im Kampf um weitere Zähler kreiselte er unter Druck von Bruno Spengler (BMW) aber von der Strecke und ins Kiesbett, aus dem er im Anschluss nicht mehr herauskam. Nachdem an Greens Unfallstelle kurzzeitig eine Slow-Zone eingerichtet wurde, spitzte sich nach der erneuten Freigabe des Rennens der Kampf um den Sieg zu. Da Costa auf Platz zwei war wenige Runden vor Schluss deutlich schneller als Wittmann und übte mächtig Druck auf den Führenden aus. Nach einigen Diskussionen mit dem Team am Funk entschied sich der Portugiese aber, den Erfolg für seine Marke nicht mit einer waghalsigen Aktion zu riskieren und verzichtete auf eine ernstgemeinte Attacke.

Paffett (r.) tat sich mit seiner Attacke auf Farfus (l.) keinen Gefallen und verschenkte Punkte
Großer Jubel bei BMW
„Endlich der erste Sieg für BMW und mich in diesem Jahr“, jubelte der strahlenden Sieger Wittmann nach der Zieldurchfahrt. „Es ist ein tolles Ergebnis für die Marke“, so der amtierende Meister nach seinem fünften DTM-Erfolg. „Antonio hat hinter mir die ganze Zeit gepusht und mit seinem DRS-Vorteil, der vier bis fünf Zehntel bringt, hatte ich keine Chance von ihm wegzukommen – zumal ich versucht habe, meine Reifen zu schonen.“ Wittmann stellte fest: „Er hat mir das Leben heute nicht einfach gemacht.“ Letztlich sei aber bereits sein guter Start der Schlüssel zum Erfolg gewesen. „Der Reifenabrieb ist hier sehr hoch, man muss also erst einmal bis ins Ziel durchhalten“, sagte der Franke.
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Großer Erfolg für BMW: Da Costa (l.), Sieger Wittmann (M.) und Martin (r.) feiern auf dem Podium
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