Geld sparen mit variablem Stromtarif
Darum lohnen sich dynamische Stromtarife vor allem für E-Autofahrer

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Im Gegensatz zum fixen Stromtarif machen sich dynamische Stromtarife die Schwankungen an der Strombörse zunutze. Die Börsenstrompreise hängen dabei nicht nur von der Einspeiseleistung, sondern auch vom aktuellen Verbrauch der Haushalte ab. So ist Strom immer dann besonders günstig, wenn viel produziert und gleichzeitig wenig verbraucht wird. In einem Verbrauchertest fand die Stiftung Warentest nun heraus, dass gerade E-Autobesitzer mit eigener Wallbox von dynamischen Stromtarifen profitieren.
Börsenstrompreise ändern sich stündlich
Entscheidend für die Börsenstrompreise ist der sogenannte Day-Ahead-Markt der europäischen Strombörse Epex. Dort ändern sich die Strompreise basierend auf Angebot und Nachfrage. Gerade tagsüber, wenn durch erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraftanlagen viel Strom produziert, gleichzeitig aber nur wenig verbraucht wird, sind die Tarife besonders günstig. Abends dreht sich das Ganze um: Die Stromproduktion sinkt, der Verbrauch der Haushalte steigt. Dementsprechend steigen auch die Börsenstrompreise deutlich an. Ein variabler Stromtarif ist deshalb vor allem für diejenigen interessant, die ihren Stromverbrauch in günstige Zeiten legen können.
Wer sein E-Auto zu den günstigsten Bezugszeiten an der heimischen Wallbox auflädt, kann also bares Geld sparen. "In unserem Test konnte eine Berlinerin ihr E-Auto an manchen Tagen zu dieser Zeit unschlagbar günstig an ihrer Wallbox laden", erklärt Julian Chudoba von der Stiftung Warentest. Demnach zahlten die Testteilnehmer im günstigsten Fall gerade einmal 10,5 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem fixen Stromtarif wär mehr als das Doppelte fällig. Ohne eigenes E-Auto mit Ladestation oder steuerbare Geräte wie eine Wärmepumpe rentieren sich dynamische Stromtarife laut Chudoba oft aber nur bedingt.
Dynamische Stromtarife bislang die Ausnahme
Trotz der steigenden Beliebtheit bleiben dynamische Stromtarife jedoch bislang die Ausnahme. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass für die Nutzung ein intelligentes Messsystem erforderlich ist. Bis Ende 2022 hatten aber nur rund 0,5 Prozent aller Haushalte in Deutschland ein solches Smart Meter im Einsatz. Immerhin: Ab 2025 sind Stromlieferanten per Gesetz dazu verpflichtet, ihren Kunden auf Anfrage mit einem Smart Meter auszustatten.
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