E-Auto als mobilen Stromspeicher nutzen
Habeck will bidirektionales Laden in Deutschland ab 2025 ermöglichen

Bild: JOHN MACDOUGALL/Getty Images
Dem Statistischen Bundesamt zufolge erreichten erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2024 erstmals einen Anteil von über 60 Prozent an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland. Allerdings mangelt es noch immer an Möglichkeiten, den überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen für eine spätere Nutzung zu speichern.
Hier kommt bidirektionales Laden, also die Nutzung von E-Autos als mobile Stromspeicher, ins Spiel. Nun beraten Politik und Industrie über die Möglichkeiten, bidirektionales Laden auch hierzulande schnellstmöglich nutzbar zu machen.
Bidirektionales E-Auto-Laden: Politik und Industrie beraten gemeinsam
Wie das Portal "Winfuture" berichtet, gibt es aktuell fast 40 Punkte, die einer Umsetzung des bidirektionalen Ladens in Deutschland noch im Wege stehen. Diese reichen von gesetzlichen Rahmenbedingungen bis hin zu technischen Fragen. Neben der Politik seien auch 60 Unternehmen aus der Automobil-, Digital- und Energiewirtschaft an den aktuellen Diskussionen beteiligt.
In einem kürzlich stattgefundenen Gipfeltreffen betonte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), dass europäische Vertreter der Industrie "ab 2025 bidirektionale Fahrzeuge und Dienstleistungen kommerziell verfügbar machen möchten". Dies sei ein wichtiger Schritt, der die Energiewende in Deutschland weiter vorantreibe.
Bidirektionales Laden bereits ab 2025?
Inwieweit sich die noch bestehenden Probleme in den kommenden Monaten lösen lassen, steht allerdings noch aus. Ob das bidirektionale Laden in Deutschland schon im kommenden Jahr möglich sein wird, möchten die Experten in einem für Mai 2025 geplanten Treffen abschließend klären.
Dank bidirektionalem Laden könnten die Akkus von E-Autos schon bald auch Haushalte mit Strom versorgen und in ihrer Gesamtheit das zunehmend von erneuerbaren Energiequellen abhängige Stromnetz nachhaltig stabilisieren.
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