E-Auto auf Rekordfahrt
Dieser kleine Stromer hängt die Großen ab

Mit dem Elektroauto ohne Ladestopp von Berlin nach München – eine Start-up-Firma zeigt den Autokonzernen, wie so was läuft. AUTO BILD begleitete die nächtliche Rekordfahrt exklusiv.
Bild: Harald Almonat
Ein Lächeln in finsterer, eiskalter Nacht. Es ist 2.29 Uhr, das Außenthermometer zeigt plus ein Grad, als der Audi A2 auf die Raststätte Frankenwald rollt, hinter ihm fünf Begleitfahrzeuge. Der Kilometerzähler steht bei 293,4; etwa die Hälfte der Strecke Berlin–München ist geschafft. Mirko Hannemann (27) steigt aus und sagt: "Noch über die Hälfte drin." Und dann lächelt er. Hannemann ist im Plan. Rund 580 Kilometer will er in dieser Nacht mit dem auf E-Antrieb umgerüsteten A2 fahren, ohne die Lithium-Metall-Polymer-Akkus nachladen zu müssen. Klingt unglaublich. Oder nach einem Auto, das bis unter das Dach mit Akkumulatoren vollgestopft ist. Doch dem Audi ist von außen und innen nicht anzusehen, dass er ein E-Auto auf Rekordfahrt ist.
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Die Riesen-Reichweite muss noch teuer bezahlt werden. Eine Kilowattstunde kostet bis zu 5000 Euro. Dabei liegen die Herstellungskosten zwischen 150 und 300 Euro. Der Markt macht den Preis. Das junge Team von DBM will zeigen, dass Deutschland in Sachen Energiespeicher nicht zwingend hinter der Konkurrenz aus Asien herhecheln muss. Im Ziel in München hat das Lekker Mobil 582,8 Kilometer zurückgelegt, die Akkus sind nur zu 91 Prozent entladen. "650 Kilometer sind mit der Batterie drin", sagt Hannemann. In der kommenden Nacht folgt die Rückfahrt nach Berlin. Und dann wollen Hannemann und sein Team den großen Autobossen das Lekker Mobil schmackhaft machen.
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