Elektroautos können schon heute rund 800 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen – allerdings nur im extrem teuren Premiumsegment. Luxusfahrzeuge wie den Lucid Air oder den Mercedes EQS kann sich Otto Normalverbraucher jedoch kaum leisten. Die erschwinglicheren Stromer hingegen schaffen oft Reichweiten von weniger als 300 Kilometern, was vielen Menschen zu wenig erscheint.
Als Hoffnungsträger für ausdauerndere Elektroautos auch im Kleinwagen-Segment gelten die sogenannten Feststoffbatterien. Die haben eine deutlich höhere Leistungsdichte und können somit auf kleinerem Raum mehr Energie speichern. Bislang waren sie jedoch weit von der Serienreife entfernt. Das scheint sich nun zu ändern.

CATL startet Testproduktion

Wie die Website cnevpost.com berichtet, hat der chinesische Batteriehersteller CATL mit der Testproduktion erster Feststoffzellen in der für E-Autos typischen Kapazitätsgröße von 20 Amperestunden begonnen. Die Batterien weisen demnach eine Energiedichte von 500 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) auf und können damit rund 40 Prozent mehr Energie speichern als herkömmliche Akkus.
Insidern zufolge sollen die neuen CATL-Feststoff-Akkus aber bislang nicht die Erwartungen an Ladetempo und Lebensdauer erfüllen. Auch das Herstellungsverfahren sei aktuell noch zu teuer. Dennoch rückt der Hersteller der Produktion von serienreifen Feststoffakkus mit dem aktuellen Testlauf einen entscheidenden Schritt näher.
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Erste Serienmodelle 2027?

Bereits im April 2024 hatte CATL-Forschungs-Chef Wu Kai erklärt, dass er mit einer ersten Serienproduktion in kleinem Umfang im Jahr 2027 rechne. Das Unternehmen hat laut Bericht im Laufe des Jahres 2024 seine Investitionen in die Erforschung und Entwicklung von Feststoff-Batterien massiv ausgebaut und beschäftigt mittlerweile mehr als 1000 Mitarbeitende, die sich diesem Bereich widmen.
Bis die neue Akkutechnologie flächendeckend die gegenwärtig verwendeten Stromspeicher ablöst, dürfte es noch eine ganze Weile dauern, aber die Aussichten sind positiv. Aktuelle E-Auto-Akkus auf Basis von Lithium-Eisenphosphat weisen eine Energiedichte von nur 350 Wh/kg auf. CATL verwendet für seine Feststoffakkus Sulfid-Elektrolyt. Andere Hersteller forschen auch mit dem Einsatz von Oxiden und Polymeren.