Der chinesische Batteriehersteller Svolt hat drei neue Akkumodelle vorgestellt, die auf einer neu entwickelten Zellensorte basieren und bemerkenswerte technologische Fortschritte versprechen. Eines davon soll unmittelbar vor der Serienproduktion stehen. Dabei handelt sich um die "5C-Schnellladebatterie", deren Fertigung im Dezember 2024 anläuft. Der Energiespeicher stammt vom Hersteller Svolt, eine Tochterfirma des chinesischen Autoherstellers Great Wall Motor, die 2018 ausgegründet wurde.
Die verwendete Zellchemie lässt aufhorchen: Die neuen "Short Blade"-Zellen verwenden Kathoden aus Lithium-Eisenphosphat (LFP). Diese Legierung ist zwar vergleichsweise preisgünstig, galt aber lange Zeit als ungeeignet für Anwendungen mit hohem Anspruch an die Energiedichte, also auch für E-Autos. Offenbar hat Svolt dieses Problem mit den "Short Blade"-Zellen gelöst. Der Begriff beschreibt die geringe Höhe der Zellen, was sie für Unterflur-Einbau prädestiniert.

Chinesen setzen auf Lithium-Eisenphosphat-Akkus

Auch die Leistungsdaten machen neugierig: Der Akku lädt, wie die Typenbezeichnung "5C" verrät, maximal mit der fünffachen Ladeleistung seiner eigenen Kapazität. Welches Speichervermögen die neue Batterie haben wird, wird noch nicht eindeutig benannt. Wären es 60 kWh, wie das Unternehmen andeutet, wäre eine Ladeleistung von 300 kW möglich – eine Power, die bisher nur wenige Elektroautos erreichen. In maximal zehn Minuten könnte ein 50 kWh großer Akku dieses Typs ungefähr von 10 auf 80 Prozent laden.
Blick in die Produktionsanlagen von Svolt: Hier entstehen die neuen "Short Blade"-Zellen.
Bild: Svolt
Auch die Haltbarkeit will Svolt entscheidend verbessert haben: Der Hersteller geht von einer Lebensdauer aus, die 3500 Ladezyklen entspricht. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber konventionellen Lithium-Ionen-Akkus, bei denen mit rund 2000 Zyklen gerechnet wird.
Legt man einen durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh auf 100 km an (entspricht in etwa dem Verbrauch von modernen E-Autos), würde der Svolt-Akku mit Lithium-Eisenphosphat-Kathoden beeindruckende eine Million Kilometer halten. Zum Gewicht und den voraussichtlichen Kosten schreibt Svolt noch nichts.
In China sind Lithium-Eisenphosphat-Akkus schon seit Längerem ein Thema. Auch andere chinesische Hersteller entwickeln die Technologie weiter. So haben sowohl CATL, Geely als auch BYD kürzlich LFP-Zellen mit hoher Energiedichte und Ladeleistung vorgestellt. Neben den deutlich niedrigeren Herstellungskosten gelten auch die geringe Brandgefahr und die Unempfindlichkeit dieser Zellchemie gegen hohe wie auch niedrige Temperaturen als Vorteil.

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Svolt verspricht Batterie mit noch höherer Ladeleistung

Bei Akkus mit Kathoden aus Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt meldet Svolt ebenfalls eine erhebliche Leistungssteigerung. Auch hier seien Zellen im Format "Short Blade" entwickelt worden, die sogar den C-Wert 6 ermöglichen. Das bedeutet die sechsfache Ladeleistung im Verhältnis zur Kapazität. Ein solcher Akku könnte in rund fünf Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Eine Batterie aus diesem Zellen-Typ ermöglicht Reichweiten von "deutlich über 1000 km", kündigt Svolt an.
Dazu verspricht Svolt eine Energiedichte von 240 Wattstunden pro Kilogramm, ein sehr guter Wert. Sie ermöglicht laut Hersteller Akkugrößen von 100 bis 120 kWh. Mit so großen Akkus ist aktuell nur eine Handvoll Elektroauto-Modelle ausgerüstet. Aus diesen Aussagen lässt sich auch das ungefähre Gewicht der zukünftigen Super-Batterien errechnen: ungefähr eine halbe Tonne. So viel wiegen aktuell konventionelle Lithium-Ionen-Batterien mit 25 Prozent weniger Kapazität.

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Spezial-Akku für Plug-in-Hybride mit hoher Reichweite

Der dritte Akkutyp, den Svolt vorstellt, basiert ebenfalls auf der "Short Blade"-Zelle. Es handelt sich um einen Spezial-Speicher für Plug-in-Hybride, der sensationelle Reichweiten ermöglichen soll. Einen Aktionsradius von 300 bis 400 km nur im vollelektrischen Betrieb stellt der Hersteller in Aussicht. "Ein Wert, der gegenwärtig Standard für viele reine Batteriefahrzeugen ist", teilt Svolt mit.
Die "800 Volt 4C PHEV Dragon Armor"-Batterie verwendet ebenfalls Kathoden aus Nickel-Mangan-Cobalt und kommt auf eine Energiedichte von 250 Wattstunden pro Kilogramm. Aufgrund der hohen Effizienz kann der Energiespeicher äußerst kompakt konstruiert werden, was im Vergleich mit konventionellen Akkus 20 Prozent mehr Energie bei gleichem Bauraum bedeute, so der Hersteller. Das neue Produkt ist für 800-Volt-Bordnetze ausgelegt und lädt dementsprechend schnell (4C). Es soll bereits Mitte 2025 in Serie gehen.