Die schwache Reichweite von Elektroautos ist für viele Menschen der Hauptgrund, an einem Verbrenner festzuhalten. Dabei ist diese Limitierung mittlerweile nicht mehr technologisch bedingt, sondern schlicht eine Frage des Geldes. Wer genügend Budget zur Verfügung hat, kann sich schon heute Stromer mit 800 Kilometern Reichweite und mehr in die Garage stellen. Da erblassen selbst Besitzerinnen und Besitzer sparsamster Benziner vor Neid – und das ist dem Anschein nach nur die Spitze des Eisbergs.
Eine Neuentwicklung des chinesischen Akku-Herstellers CATL könnte nun dafür sorgen, dass sich die Reichweite von E-Autos künftig vom K.-o.-Kriterium zum Verkaufsmagneten mausert. Wie der weltweit größte Produzent von E-Auto-Batterien laut der Nachrichtenagentur reuters.com unlängst im Rahmen einer Automesse in Peking verkündete, ist ihm ein bemerkenswerter Durchbruch gelungen.

Erster LFP-Akku mit 1000 Kilometern Reichweite

Unter der Produktbezeichnung Shenxing Plus hat das Unternehmen einen neuen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) entwickelt, der als erster seiner Art eine Reichweite von über 1000 Kilometern ermöglicht. Die Herstellung von LFP-Akkus ist etwas umweltfreundlicher als jene der hauptsächlich in E-Autos eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien und aufgrund der besser verfügbaren Rohstoffe auch günstiger.
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Das aktuelle Modell der Shenxing-Produktlinie kommt auf eine Reichweite von 700 Kilometern und ist gegenwärtig in vier E-Auto-Modellen verbaut. Bis zum Ende des Jahres 2024 soll es in 50 weiteren zum Einsatz kommen. Wann CATL die neue Shenxing Plus in erste Serienfahrzeuge bringt, bleibt unklar. In jedem Fall dürfte die neue Reichweitenoption die Popularität von Elektroautos langfristig weiter steigern.

CATL ist auf Wachstumskurs

CATL verzeichnete laut Bericht im ersten Quartal 2024 einen satten Gewinnanstieg und befindet sich wie die meisten anderen chinesischen Batteriehersteller aktuell in einer rasanten Wachstumsphase. Laut Reuters stammten 2023 weltweit zwei Drittel aller hergestellten E-Auto-Batterien aus China. Gegenwärtig erwägt CATL die Errichtung neuer Forschungs- und Entwicklungszentren in Hongkong. Das Unternehmen beliefert mit seinen Batterien viele namhafte Autokonzerne. Darunter etwa Tesla, BYD und Stellantis. Ob deren Autos auch bald die Shenxing Plus unter der Haube haben und der Verbrennerkonkurrenz endgültig davonfahren, bleibt abzuwarten.