Feststoffakku von E-Auto-Hersteller SAIC
Wann die Chinesen ihren Feststoffakku in einem E-Auto einsetzen wollen

Bild: MG
Ohne Lithium-Ionen-Akkus geht bislang nichts im E-Auto, in vielen Batteriefahrzeugen steckt die günstigere Variante LFP auf Basis von Lithium-Eisenphosphat. An neuen Batterie-Technologien forschen viele Hersteller, doch keiner traut sich mit einem konkreten Produktionsdatum an die Öffentlichkeit. Das ändert der chinesische Hersteller SAIC. Die Chinesen haben jetzt angekündigt, schon 2025 ein Auto mit einem selbst gefertigten Feststoffakku auf den Markt zu bringen.
Die erste marktreife Feststoffbatterie (Solid State Battery) soll im zweiten Quartal des kommenden Jahres in einem neuen MG stecken, berichtet das Portal Car News China. Es bezieht sich auf Yu Jingmin, den Vize-Direktor der Pkw-Sparte bei SAIC, der das Vorhaben in einem Interview erwähnt habe. Das Modell wurde nicht genannt, doch könnte der Feststoffakku den Roadster Cyber GTS mit Energie versehen, einem zweisitzigen Elektro-Roadster, der in Europa unter dem Namben Cyberster auf den Markt kommen könnte.
Gewinnt SAIC das Wettrennen um die erste Feststoffbatterie?
Sollte SAIC die Pläne umsetzen, hätte der Hersteller das Rennen um die erste Feststoffbatterie in einem Pkw gewonnen – und damit Wettbewerber wie BMW, Toyota, Hyundai/Kia, Mercedes und VW geschlagen. Und auch den nationalen Wettbewerber Nio oder den Batteriehersteller Samsung SDI, die alle dem Vernehmen nach an Feststoffakkus und weiteren Akku-Innovationen arbeiten.

Wird den neuen MG-Roadster ein Feststoffakku mit Energie versorgen?
Bild: MG
Den festen Batterien werden Reichweiten von über 800 km bei blitzschnellem Laden zugetraut, womit das wesentliche Hemmnis für eine marktbreite Einführung von E-Autos aus dem Weg geräumt sein würde. Der neue Akku könnte im Elektro-Roadster Cyberster erscheinen, der in Asien unter dem Namen Cyber GTS auf den Markt kommen dürfte.
Was den Feststoffakku auszeichnet
Der wesentliche Unterschied zu Li-Ionen-Akkus ist die feste Stoffeigenschaft der Batterie, bei der flüssige Bestandteile durch feste ersetzt werden. Der fehlende Separator erlaubt eine Volumenverringerung um 40 Prozent bei einem um 25 Prozent geringerem Gewicht bei gleichzeitig höherer Dichte. Alle diese Eigenschaften erlauben eine höhere Kapazität bei besserer Speicher- und Ladefähigkeit. Feststoffakkus lassen sich gleichzeitig weit häufiger als Li-Ionen-Akku aufladen und sind leistungsfähiger bei Kälte. Zudem sind feste Elektrolyte weniger entflammbar, was die Batterie stabiler und damit im Fall eines Unfalles sicherer macht.
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