Emissionsarme Autos: Euro 6d, AdBlue, Erdgas, E-Antrieb

Diese Autos sind sauber

Dreckige Diesel hin oder her: Es gibt zahlreiche Fahrzeuge, denen keine Fahrverbote drohen. AUTO BILD nennt Antriebsarten mit weitgehend sauberen Abgasen.
Der VW-Abgasskandal und die drohenden Fahrverbote haben Autokäufer verunsichert. Welche Autos sind sauber? Mit welchen Fahrzeugen kann ich in Stadtzentren einfahren? Und welche Diesel kann ich später ohne großen Wertverlust wieder verkaufen? Zunächst einmal hat der ADAC hat eine Positivliste mit Dieseln der Euro 6d-TEMP-Norm aufgestellt. Sie stoßen nur wenig schädliches NOx aus, und zwar nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch auf der Straße – sogar unter Volllast! "Der Stickoxid-Ausstoß kann dank neuester Reinigungstechnik wirkungsvoll reduziert werden", so der ADAC.

Zulassungszahlen: Alternative Antriebe boomen

Ob Fahrverbot oder nicht: Autos mit Erdgas- oder Hybridantrieb sowie Benziner und Diesel der Norm Euro 6d-TEMP dürften allzeit freie Fahrt haben.

Die potenzielle Kundschaft interessiert sich für saubere Autos, das beweisen die Zulassungszahlen. Diesel flop, alternative Antriebe top. Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Anteil der neu zugelassenen Benziner auf 63,1 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs von 16,3 Prozent. Der Abwärtstrend bei den verkauften Selbstzündern setzte sich fort, nurmehr 32,1 Prozent der Autos waren Diesel, ein Minus von 20 Prozent. Für Hybridfahrzeuge entschieden sich 3,3 Prozent aller Neuwagenkäufer, ein Plus von 62,3 Prozent. Knapp ein Prozent aller Neuzulassungen waren E-Autos.

Viele neue Diesel mit Euro 6

Die meisten der neuzugelassenen Selbstzünder haben moderne Euro-6-Motoren an Bord. Laut des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erhöhte sich ihre Anzahl um 1,12 Millionen (plus 42 Prozent). Mittlerweile erfüllt jeder vierte Diesel die Euro-6-Norm, die Anzahl der Diesel-Pkw der Abgasstufen Euro 1 bis 4 verringerte sich um gut 700.000 Fahrzeuge. 52 Prozent der Autos mit alternativen Antrieben kommen laut VDIK von internationalen Autobauern.

Warum Diesel im Fokus stehen

Der Grund für die Diskussionen um den Diesel liegt in der seit Jahren anhaltenden, deutlich zu hohen Luftverschmutzung in zahlreichen deutschen Städten. Zu ihr trägt der Straßenverkehr durch alte Diesel bei. Die Selbstzünder stehen am Pranger, da sie auf dem Prüfstand zwar sauber sind, im Straßenbetrieb aber deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen. Neuwagenkäufer, die auf Nummer sicher gehen wollen, können entweder auf Erdgas- oder Hybridautos umsteigen oder sich bei den Herstellern nach Selbstzündern erkundigen, die die Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen.Bei ihr werden die Autos auf der Straße auf ihren realen Ausstoß überprüft. Immer mehr Hersteller haben bereits saubere Diesel- und Benziner-Modelle im Programm, die entweder schon verfügbar oder zumindest bestellbar sind. Es gibt genauso Gründe für einen Dieselkauf wie dagegen. Grundsätzlich ist die nötige Technik für saubere Diesel verfügbar. Besitzer von Autos mit wirkungsvoller Abgasreinigung durch einen SCR-Kat (ab Werk oder zum Nachrüsten) müssen keine Angst vor der Blauen Plakette oder anderweitig regulierten Fahrverboten haben. Für ältere Diesel wird eine Hardware-Nachrüstung diskutiert.

Gebrauchtwagensuche: Elektroautos

Sauber: AdBlue, OPF, alternative Antriebe

Mit AdBlue, also Harnstoff, können auch Diesel sauber sein. Zahlreiche Autobauer bieten entsprechende Modelle an, vom Kleinwagen bis zur Luxuslimo.

Doch auch SCR-Kats reichen oft nicht, eine Anpassung der Software ist dann nötig. Für Benziner gilt: Gerade die sparsamen Benzin-Direkteinspritzer rußen, daher bauen immer mehr Hersteller Partikelfilter ein, damit werden auch sie weitgehend zu Saubermännern. Zum Schluss noch ein Tipp: Kleine Benziner stoßen auch ohne Filter kaum Ruß aus, schneiden beim ADAC "EcoTest" gut ab.

Autoren: Maike Schade, ,

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ADAC Diesel Rangliste

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