Ergebnisse: Endoskope im Test

Ergebnisse: Endoskope im Test

Endoskope: Test (2020)

Diese Endoskope sorgen für den besten Durchblick

Spielzeug für Neugierige oder Hilfsmittel bei Diagnosen: Endoskope sind beides. AUTO BILD hat sieben Modelle getestet, vom günstigen Discounter-Produkt für Hobbyschrauber bis zum teuren Profi-Gerät!
Sie schauen gern in Hohlräume und würden zum Beispiel gern wissen, ob die Einlassventile Ihres Motors verkokt sind? Dann sollten Sie über die Anschaffung eines Endoskops nachdenken. AUTO BILD hat sieben Geräte getestet, vom 39,99-Euro-Angebot aus dem Discounter Lidl bis zum Profigerät von Hazet für 594,94 Euro. Gemeinsamkeit aller sieben Geräte: Sie verfügen über einen integrierten Bildschirm. Um ein Bild zu sehen, ist also kein weiteres Gerät wie ein Smartphone nötig.
# Endoskope im Test
1.

Hazet 4812-10/4S

Preis*: 594,94 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

2.

Bosch Universal Inspect

Preis*: 79,42 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

3.

BGS Farb-Endoskop 99H

Preis*: 149,95 Euro

Testurteil: empfehlenswert

4.

Parkside Videokamera PEK 2.7 C2

Preis*: 39,99 Euro

Testurteil: empfehlenswert

5.

Rothenberger TF 3006 BMX

Preis*: 149,90 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

5.

Voltcraft BS-30 XHR Endoscope

Preis**: 99,99 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

7.

Pearl Somikon NX-4357-675

Preis*: 69,95 Euro

Testurteil: nicht empfehlenswert

*Einkaufspreis des Testprodukts
Neben der Bildqualität ist die Anwendbarkeit der Endoskope ein entscheidendes Testkriterium: Der für alle Geräte typische Schwanenhals mit integrierter Lichtquelle und Kamera soll möglichst flexibel und widerstandsarm zu handhaben sein. Außerdem soll er sich auch durch enge Winkel führen lassen. Ist maximale Flexibilität auch in engen Räumen gefragt, sind Geräte mit einem möglichst geringen Schwanenhals-Durchmesser von Vorteil. In diesem Testfeld sind die Endoskope von Hazet und BGS mit ihrer Optik von nur 5,5 Millimetern die einzigen, die sich auch durch unseren Testwinkel von 60 Grad führen lassen. Alle anderen Geräte mit einem Optik-Durchmesser von mindestens 8 mm scheitern hier.

Endoskope-Test: Bildqualität und Anwendbarkeit entscheidend

Ist eine größere Optik Garant für ein besseres Bild? Ein klares Nein! Die bei BGS und Hazet eingesetzten Optiken sorgen sogar für die beste Bildqualität aller Geräte. Wenig überraschend: Das sehr teure Profigerät von Hazet setzt sich klar an die Spitze. Seine Besonderheit sind zwei Optiken: Eine blickt geradeaus, die zweite seitlich. Über eine Umschalttaste am Schwanenhals sind beide Blickwinkel möglich. Und das auch gestochen scharf im Nahbereich – kein anderes Gerät liefert hier so scharfe Bilder wie das Hazet-Endoskop. Schade, dass es sich angesichts des Preises eigentlich nur für Profis lohnt. Maximale Flexibilität und scharfe Bilder auf einem großen 3,5-Zoll-Monitor liefert zum Glück auch BGS, für 149,95 Euro. Wer hingegen ein handliches Gerät für den mobilen Einsatz sucht, der sollte sich den Bosch Universal Inspect mal ansehen. Sein 8-mm-Hals dringt nicht in engste Winkel vor, aber die Bildqualität ist sehr gut, und der Schwanenhals lässt sich raumsparend um das kleine Gerät verstauen.
Fazit von Tim Dahlgaard und Lars Busemann: Für Hobbyschrauber, die nur selten ein Endoskop  brauchen, reicht das Lidl-Gerät für 39,99 Euro völlig aus. Wer ein handliches, mobiles Gerät möchte, ist mit dem Bosch Universal Inspect am besten bedient. Höchste Bildqualität und flexibelste Einsatzmöglichkeiten bieten Hazet und BGS. BGS-Nachteil: kein Bildspeicher. Hazet kann alles, ist aber sehr teuer.

So hat AUTO BILD getestet

Zwei Überlegungen sind entscheidend für die Beurteilung von Endoskopen: Komme ich mit dem Gerät in alle Hohlräume und Winkel, die ich untersuchen möchte? Und: Kann ich auf dem Bildschirm auch alles scharf und klar erkennen? Um das zu überprüfen, haben wir uns Vierkant-Stahlprofile in verschiedenen Durchmessern, einen alten Krümmer und ein Kartenspiel besorgt. Das engste Profil ist gerade mal einen Millimeter weiter als die größte Optik im Vergleichsfeld. Der Krümmer stellt mit seinem fast rechten Winkel eine Herausforderung an die Flexibilität der Schwanenhälse dar, durch die runde Form eckt die Optik aber nicht an. Höchster Schwierigkeitsgrad ist der aus einem Vierkantprofil mit 22 Millimeter Innendurchmesser angefertigte 60-Grad-Winkel: Unflexible Schwanenhälse mit über sieben Millimeter großen Optiken haben hier keine Chance.
Der engste Hohlraum befindet sich im zehn Millimeter messenden, schmalsten Vierkantprofil: Neben der Durchgängigkeit prüfen wir hier die Bildqualität im unmittelbaren Nahbereich. Ist das Bild auch hier scharf? Ausschließlich um Bildschärfe und Farbtiefe geht es beim Spielkarten-Check. Wir haben einen Schlitz in ein Vierkantprofil geflext, in diesen Schlitz eine Spielkarte gesteckt und ein Ende mit Gewebeklebeband lichtundurchlässig verschlossen. Wie scharf ist das Bild aus der Ferne und im Nahbereich? Wie sensibel ist die Lichtquellenregelung? Wie gut ist die Farbdarstellung? Kriterien, die in die Bewertung eingeflossen sind.
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