Freunde einfacher mathematischer Formeln mögen folgenden Zahlen-Klimmzug verzeihen, muss jetzt aber sein: 3-2(+1)=4. Alles klar? Nicht wirklich, oder? Lässt sich aber alles wunderbar erklären. BMW krempelt die 3er-Baureihe um und setzt dabei genau auf diese Rechnung. Heißt übersetzt: Mit dem Modellwechsel ziehen 3er-Coupé (F32) und 3er-Cabrio (F33) ab 2013 um in die neu zu gründende 4er-Familie. Hinzu (+1) kommt ab 2015 dann noch ein viertüriges 4er-Coupé (F35). Klingt alles wahnsinnig revolutionär, ist es aber nicht wirklich. Denn die Idee, eine Baureihe aufzusplitten ist alles, nur nicht neu. Audi (A4 und A5) und Mercedes (E Coupé und E Cabrio) praktizieren das längst routiniert.

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Erwischt! Neuer BMW 4er

Und deshalb macht das aus Sicht der Marketing-Experten auch durchaus Sinn. Coupé- und Cabrio-Kunden geben im Schnitt eh viel mehr Geld aus, als vergleichbare Limousinen- oder Touring-Käufer. Und als Sahnehäubchen obendrauf bekommt die feine 3er-Klientel künftigen eben auch noch eine eigene "Hausnummer". Klingt nach einer prima Idee, die nur Gewinner kennt. Ob's wirklich so einfach wird, werden wir sehen. Traditionell tun sich Premium-Kunden nämlich sehr schwer mit derlei Umwälzungen. Ebenfalls vom Modell-Splitting betroffen ist übrigens die 1er-Familie. Da dürfen sich die Kompakt-BMW-Fans bald auf den 2er freuen.