Fahrbericht VW Polo GTI
Der wahre GTI heißt Polo

Mit dem Polo GTI hat VW einen ganz heißen Renner auf die Räder gestellt. 180 PS stark, 229 km/h. Anfang Juni kommt er zum Händler. BILD hat den Flitzer schon ausprobiert.
Bild: Uli Sonntag
Die GTI-Klamotten machen den braven Polo zum Muskelmann: breite Schweller, Wabengrill, rote Streifen, Kult-Logo und Dachspoiler. Mehr hat auch der große Golf GTI nicht zu bieten. Das Karo-Muster der straffen, fest gepolsterten Sportsitze geht direkt auf den Urahn des neuen VW Polo GTI zurück, den Golf GTI von 1976. Sonst ist zum Glück gar nichts von Gestern. Das feine Cockpit sieht edel aus und lässt sich gut bedienen. Das schicke Sportlenkrad mit Lederhaut liegt prima in der Hand. Vorn gibt es genug Platz, Fahrers rechtes Knie stößt allerdings an die Mittelkonsole. Hinten: naja – wenn es sein muss. Lange Strecken sind für ausgewachsene Passagiere im Fond aber echt kein Spaß.
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Hinterm Wabengrill dann die erste große Überraschung: Ja, was ist denn das? 1,4 Liter Hubraum? Und das soll rocken? Der neue TSI-Benziner löst den bisherigen 1,8-Liter-Turbo ab – und macht seinen knorrigen Vorgänger vergessen. Mit einem heiseren "Brummm" melden sich 180 PS zum Dienst. Kompressor und Turboaufladung verwandeln das kleine Motörchen in eine gierige Drehorgel, die schon bei niedrigen Drehzahlen vehement und spontan antritt. Ohne Schaltpausen flitzt das serienmäßige DSG-Getriebe (mit Schaltwippen am Lenkrad) durch die sieben Gänge.

Bild: Uli Sonntag
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