Ab Ende November 2026 können Autofahrer ihren Führerschein digital auf dem Smartphone speichern. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte den Start jetzt gegenüber mehreren Medien.
Der digitale Führerschein wird in die kostenlose i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) integriert, in der bereits seit November 2025 die Zulassungsbescheinigung Teil I digital gespeichert werden kann. Die App wurde nach Angaben des KBA auf über zwei Millionen Handys installiert.

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So funktioniert der digitale Führerschein

Für die Nutzung benötigen Autofahrer ein NFC-fähiges Smartphone mit mindestens Android 12 oder iOS 17. Außerdem ist die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises samt zugehöriger PIN erforderlich. Nach der elektronischen Identifizierung wird der Führerschein in der App hinterlegt. Wer seine PIN nicht kennt, kann über einen kostenlosen staatlichen Service eine neue anfordern – sie wird dann per Post-Ident zugestellt.
Allerdings sind einige Geräte ausgeschlossen: Huawei-Smartphones wegen fehlender Google-Dienste, ältere Motorola-Modelle sowie alternative Android-Systeme wie LineageOS.

Nur in Deutschland gültig

Der digitale Führerschein gilt zunächst ausschließlich in Deutschland. Bei Verkehrskontrollen im Inland reicht die digitale Version aus, die Plastikkarte kann zu Hause bleiben. Für Fahrten ins Ausland muss der klassische Kartenführerschein aber weiterhin mitgeführt werden. Der ADAC empfiehlt, in einer Übergangsphase beide Varianten dabeizuhaben, da noch nicht alle Beschäftigten bei Polizei und Autovermietern auf die neue Nachweisform vorbereitet sein könnten. Eine EU-weit einheitliche Lösung ist in Arbeit, wird aber voraussichtlich erst 2029 oder 2030 realisiert.

Freiwillig und als Ergänzung

Die Nutzung des digitalen Führerscheins ist freiwillig. Die Plastikkarte bleibt gültig und kann uneingeschränkt weitergenutzt werden. Der digitale Nachweis dient als Ergänzung, nicht als Ersatz.
Die rechtliche Grundlage wurde bereits im Oktober 2026 geschaffen. Anfang 2027 soll der digitale Führerschein zusätzlich in die europäische digitale Brieftasche EUDI-Wallet integriert werden, die perspektivisch verschiedene Ausweisdokumente bündeln soll.