Als Formel-1-Teamchef von Mercedes und ehemaliger Rennfahrer hat Toto Wolff ein Faible für schnelle Autos. Doch während er in seinem Job Mercedes seit 2013 treu ist, fährt er auf der Straße fremd. Bislang zumindest. Zu seiner Sammlung gehört nämlich auch ein Ferrari F40. Allerdings steht der jetzt zum Verkauf. Grund: Der Wiener findet es nicht richtig, wenn er als Mercedes-F1-Boss in einem roten Renner aus Italien über die Straßen brettert.
Seit Anfang Januar wird der Ferrari deshalb vom britischen Händler Tom Hartley Junior jetzt angeboten. Ein Preis wird nicht genannt. Da zwischen 1987 und 1992 nur etwa 1300 F40 produziert wurden, dürfte der Wert sehr hoch sein. Damals wurde er für 444.000 DM ausschließlich an ausgewählte Interessenten verkauft.
Das Besondere: Beim legendären Coupé kam Rennsporttechnik wie etwa Karosserieteile aus kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff zum Einsatz. Enzo Ferrari persönlich trieb dieses Projekt 1986 zum 40-jährigen Firmenjubiläum an. Der F40 war als bis dahin der schnellste und stärkste Serien-Ferrari und der letzte, der unter der Regie des Firmengründers entwickelt wurde. Der 2,9-Liter-V8-Turbo leistet 478 PS.
Der F40 wurde nur 5500 Kilometer bewegt. Ein Blick ins Cockpit zeigt kaum Gebrauchsspuren.

Wolffs F40 hat in seiner 33-jährigen Geschichte gerade einmal 5500 Kilometer zurückgelegt. Angepriesen wird der Flitzer mit den Worten: "Angeboten wird er direkt aus der Sammlung von Mercedes-Benz F1 CEO und Teamchef Toto Wolff." Es sei "1 von nur 27 Exemplaren, die neu nach Spanien geliefert wurden. Frisch überholt von den Marken- und Modellexperten von Autofficina Bonini Carlo S.r.l.. Ferrari 'Red Book' Klassik zertifiziert, was bestätigt, dass er immer noch sein originales Chassis, Karosserie, Motor und Getriebe hat."

Zu wenig Zeit für den Ferrari

Der Käufer bekommt dazu auch alle wichtigen Unterlagen an die Hand. "Er wird komplett mit den originalen Büchern angeboten, einschließlich der wichtigen Garantie- und Servicebeilage, einer Ledertasche und einer speziellen Geschichtsakte."
Bereits im Rahmen des Grand Prix der Steiermark 2021 betonte Wolff: "Ich komme nicht mehr dazu, die Autos zu fahren. Ich habe nicht genug Zeit. Und ich glaube, es sieht nicht besonders gut aus, wenn ich mit einem Ferrari herumfahre, obwohl es eine fantastische Marke ist."

Von

Bianca Garloff