Ferrari arbeitet an einem ungewöhnlichen Projekt
Nach Tesla der nächste Hersteller: Dieser Ferrari kann fliegen!

Ferrari hebt ab, und zwar nicht mit einem neuen Supersportwagen: Die Italiener arbeiten an ihrem wohl ungewöhnlichsten Projekt seit Jahren!
Bild: Ferrari
Wer beim Begriff "fliegender Ferrari" an einen Nachfolger des LaFerrari oder ein verrücktes Hypercar als Konkurrent des kommenden Tesla Roadster denkt, liegt daneben: Statt vier Rädern hat der neue Ferrari einen Mast, Segel und jede Menge Kohlefaser an Bord. Der Sportwagenhersteller baut erstmals in seiner Geschichte eine eigene Hochsee-Rennjacht. Ihr Name: Hypersail.
Das rund 30 Meter lange Projekt befindet sich aktuell in der finalen Bauphase. Ferrari hat jetzt die Fertigstellung des Rumpfs bekannt gegeben und damit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die ersten Tests auf Wasser sollen 2027 folgen.
Warum die Jacht "fliegt"
Ganz so verrückt, wie es zunächst klingt, ist die Sache nicht. Die Hypersail nutzt sogenannte Foils, also Tragflächen unter Wasser. Mit zunehmender Geschwindigkeit erzeugen sie Auftrieb und heben den Rumpf aus dem Wasser. Das reduziert den Widerstand drastisch. Die Jacht schwebt dann förmlich über die Wellen, statt sich durch sie hindurchzukämpfen.

Die Tragflächen unter Wasser sind das Geheimnis der Hypersail. Sie erzeugen Auftrieb und heben den rund 30 Meter langen Segler bei ausreichend Tempo aus dem Wasser. So "fliegt" die Ferrari-Jacht praktisch über die Wellen.
Bild: Ferrari
Solche Konzepte kennt man bereits aus dem America's Cup. Ferrari will die Technik jedoch auf eine deutlich größere Hochseejacht übertragen. Die Italiener sprechen sogar von einem "fliegenden Monohull", also einem Einrumpfboot, das stabil über dem Wasser gleiten soll.
Ferrari-Technik für die Ozeane
Die Verbindung zur Automobilwelt ist enger, als man zunächst denkt. Das Steuerungssystem namens "Flight Control" überwacht permanent Geschwindigkeit, Wellen und Wind und passt die Tragflächen automatisch an. Die Idee dahinter erinnert an moderne Fahrwerks- und Regelsysteme aus dem Sportwagenbau.

Wichtiger Meilenstein für Ferraris erstes eigenes Boot: Der Kohlefaser-Rumpf der Hypersail ist fertiggestellt und lackiert. Die ersten Erprobungen auf dem Wasser sind für 2027 geplant.
Bild: Ferrari
Auch beim Material setzt Ferrari auf bekannte Zutaten: Der Rumpf besteht größtenteils aus Kohlefaser. Zudem soll die Jacht komplett energieautark unterwegs sein. Strom liefern unter anderem Solarzellen und Windgeneratoren an Bord. Einen klassischen Verbrennungsmotor gibt es nicht.
Die Italiener betreten Neuland
Für Ferrari ist die Hypersail mehr als nur ein Prestigeprojekt. Es ist das erste Boot, das die Marke vollständig selbst entwickelt und baut. Bislang beschränkte sich Ferrari auf Designstudien oder die Lieferung von Motoren für andere Projekte.
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