Tesla Roadster mit spektakulärem Stunt vorgestellt
Hier kommt der neue Tesla Roadster geflogen

Lange ließ der neue Tesla Roadster auf sich warten, jetzt wurde der Supersportwagen eindrucksvoll der Öffentlichkeit präsentiert. Bei der Vorstellung in Texas wurde der Tesla für ein paar Sekunden zum Flugzeug. Neben dem Stunt liest sich auch das Datenblatt des Roadsters spektakulär.
Bild: x.com/@Tesla
Das lange Warten hat ein Ende! Neun Jahre nach den ersten Fotos vom Konzeptfahrzeug hat Tesla den neuen Roadster präsentiert. Bei einer eindrucksvollen Vorstellung wurde der Supersportwagen für ein paar Sekunden sogar zum Flieger. Doch nicht nur die kurze Flugeinlage sorgt für Staunen.
Vorab sei gesagt: Mit der ersten Generation des Roadsters, die 2008 auf den Markt kam und Teslas erstes Serienfahrzeug war, hat das neue Modell wenig gemeinsam. Das fängt bereits bei der Tatsache an, dass der neue Roadster gar kein Cabrio ist. Es handelt sich stattdessen um einen Supersportwagen mit geschlossenem Dach, dafür aber mit Scherentüren.

Der neue Tesla Roadster kommt mit Scherentüren und großem Heckflügel.
Bild: Tesla
Beim Außendesign setzt der neue Tesla Roadster auf klare Linien und echte Kanten. Damit orientiert er sich eher am kontroversen Cybertruck und weniger an der runden Gestaltung des Vorgängermodells. Auffällig ist der große ausfahrbare Heckflügel – und den braucht das Auto auch, denn es handelt sich beim Tesla Roadster um kein gewöhnliches Auto.
Vorstellung mit Roadster-Flugeinlage
Bei der Vorstellung fuhr der Wagen zunächst eine Rampe hinauf. Auf halber Höhe hielt er plötzlich an, schien die Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Dann beschleunigte das Auto, fuhr über Kopf und machte eine Seitenrolle, ehe es wieder kontrolliert auf dem Boden landete. Auf dem Fahrersitz saß ein Roboter.
Möglich wurde der Stunt durch im Roadster verbaute Kaltgas-Triebwerke, die von Ingenieuren aus Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelt wurden. Die Düsen sorgen für zusätzlichen Schub. Statt Feuer und heißer Abgase gibt es einen kräftigen Gasstrahl. Der Rückstoß könnte den Roadster beim Beschleunigen unterstützen, beim Bremsen helfen und sogar zusätzliche Kräfte in Kurven erzeugen.
In unter einer Sekunde auf 100 km/h
Was bedeutet das für die Performance auf der Straße? Laut Tesla-Chef Musk soll der Roadster aus dem Stand in 0,81 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde (rund 97 km/h) beschleunigen können. Das Serienmodell werde sogar noch schneller sein, kündigte Musk an. Damit würde der Tesla in unter einer Sekunde von 0 auf 100 km/h sprinten.

Der Innenraum wirkt nahezu vertraut. Tesla-typisch gibt es einen großen zentralen Bildschirm für das Infotainment. Das Lenkrad erinnert an Formel-1-Autos.
Bild: Tesla
So spektakulär sich das Datenblatt liest, so minimalistisch ist der Innenraum. Tesla-typisch gibt es lediglich einen großen Bildschirm in der Mitte, auf dem alle relevanten Informationen angezeigt werden. Das Lenkrad ist im Yoke-Design gehalten und erinnert unter anderem an die Steuervorrichtung in Formel-1-Autos. Laut Hersteller wird eine "Steer-by-Wire"-Technologie zum Einsatz kommen.
Drei Ausstattungsvarianten, eine nur auf Einladung erhältlich
Laut Elon Musk soll das Fahrzeug 2028 in Produktion gehen. Vorgesehen sind drei Modellvarianten. Als "Performance" soll der Roadster ohne zusätzliche Triebwerke auskommen, in der "Thrust"-Version gibt es Kaltgas-Düsen am Heck.
In der exklusiven "Rocket"-Variante sollen dann weitere Triebwerke für Aufwärtsbewegungen und Drehmanöver verbaut sein. Die Flugfunktionen sind laut Tesla allerdings nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Außerdem bekommt man den Roadster "Rocket" nur auf Einladung des Unternehmens. Die Höchstgeschwindigkeit des Autos soll bei mehr als 370 km/h liegen.
Einen genauen Preis nannte Tesla noch nicht. Allerdings können Interessenten den Roadster schon reservieren. Erst werden 5000 Euro fällig und dann weitere 245.000 Euro innerhalb von zehn Tagen.
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