Ferrari Purosangue Facelift: Illustration
Frischer Purosangue könnte die Hälfte seiner Zylinder verlieren

Ferrari arbeitet offenbar an einem Facelift des Purosangue. Die entscheidende Frage: Bleibt der V12 oder setzen die Italiener auf einen neuen Antrieb.
Bild: AUTO BILD / KI-generierte Illustration
Bei all der Aufregung um den Luce gerät fast in Vergessenheit, dass auch der Purosangue bei seiner Premiere im September 2022 für Diskussionen sorgte. Ein SUV von Ferrari? Für viele Fans war das damals ein echter Schock. Knapp vier Jahre nach dem Debüt arbeiten die Italiener offenbar bereits am ersten größeren Update.
Darauf deutet ein stark getarnter Prototyp hin, den Youtuber Varryx in einem Video beim Verlassen des Ferrari-Werks in Maranello zeigt. Und die Italiener geben sich große Mühe, mögliche Änderungen zu verstecken. AUTO BILD hat dem SUV virtuell die Tarnfolie vom Blech gezogen.
Zugegeben, wirklich gravierend scheinen die äußerlichen Modifikationen am Purosangue nicht zu sein – was auch die Erlkönigbilder im Netz nahelegen. Wahrscheinlicher sind Detailänderungen an Front und Heck.
Deutlich spannender ist die Frage nach dem Antrieb. Denn erst vor wenigen Monaten hatte der Hersteller für den Purosangue ein Handling Package vorgestellt. Die starke Tarnung des jetzt gesichteten Prototyps könnte darauf hindeuten, dass Ferrari mehr plant als nur kosmetische Retuschen.
Plug-in-Hybrid ist beim Ferrari-SUV denkbar
Der Purosangue trägt bislang dick auf: Ein frei atmender V12-Motor unter der langen Haube mit 725 PS sind zwar spektakulär, aber in Zeiten strenger CO₂-Vorgaben nicht gerade zukunftssicher. Ferrari könnte also vor allem an der Motorisierung arbeiten und diese sogar radikal neu auslegen. Denkbar wären ein V8 oder sogar ein V6. Auch ein Plug-in-Hybrid ist nicht ausgeschlossen. Damit könnten die Italiener nach dem Luce gleich den nächsten Aufreger bei Fans erzeugen.

Das Design dürfte sich auch im Heck nur in Details verändern, die Rückleuchten könnten umgestaltet werden.
Bild: AUTO BILD / KI-generierte Illustration
Dass Ferrari grundsätzlich keine Berührungsängste mit elektrifizierten Antrieben hat, zeigt das aktuelle Modellprogramm. Während das Hypercar F80 auf einen elektrifizierten V6 setzt, hält Ferrari beim 12Cilindri am klassischen V12-Saugmotor fest. Für den Purosangue könnte das besonders interessant sein, schließlich muss sich auch Ferrari an immer strengere Emissionsvorschriften halten.
Ein Plug-in-Hybrid hätte beim Purosangue zudem einen praktischen Vorteil: Eine ausreichend große Batterie könnte elektrische Fahrten im Stadtverkehr ermöglichen. Bei einem alltagstauglichen und für lange Strecken gedachten Ferrari ergibt das womöglich mehr Sinn als bei einem kompromisslosen Sportwagen.
Der Purosangue ist für Ferrari ein Erfolg
Auch Erkenntnisse aus der Entwicklung des Luce könnten dabei eine Rolle spielen. Verbrauchswerte stehen bei Ferrari-Kunden kaum ganz oben auf der Wunschliste, bei einem SUV mit Langstreckenqualitäten wären mehr Reichweite und weniger Tankstopps aber durchaus willkommen.
Für zusätzliche Spannung sorgt Ferrari-Chef Benedetto Vigna. Er hat angekündigt, dass noch vor Ende 2026 zwei neue Modelle vorgestellt werden sollen. Welche das sein werden, verriet er allerdings nicht.
Wirtschaftlich besteht für Ferrari jedenfalls wenig Grund zur Sorge. Die Auftragsbücher sind bis 2027 gefüllt. Deshalb spricht vieles dafür, dass Ferrari den V12 nicht streicht, sondern ihm eine elektrifizierte Alternative zur Seite stellt.
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