Ein Fiat Topolino ist vieles, aber sicher kein Sportwagen. Trotzdem bekommt das elektrische Leichtfahrzeug jetzt einen Hauch von Porsche 550 Spyder. Verantwortlich dafür sind die Designer Fabrizio Giugiaro (Sohn von Giorgetto Giugiaro, Italdesign/GFG Style) und Lapo Elkann (Enkel des früheren Fiat-Chefs Gianni Agnelli). Gemeinsam haben sie auf Basis des Topolino zwei Einzelstücke entworfen: "Top. L" (Love) und "Top. J" (Joy).
Carwow

Auto ganz einfach zum Bestpreis online verkaufen

Top-Preise durch geprüfte Käufer – persönliche Beratung – stressfreie Abwicklung durch kostenlose Abholung!

Zum Angebot
Beim "Top. L" bleibt vom braven Stadtflitzer optisch nicht viel übrig. Dach und konventionelle Windschutzscheibe sind verschwunden, stattdessen zieht sich nur ein extrem flacher Windabweiser um das offene Cockpit. Auch klassische Türen gibt es nicht. Seitlich sichern lediglich Seile die Einstiege – eine Idee, die bereits vom offenen Topolino Dolcevita bekannt ist. Neue LED-Scheinwerfer, verchromte Mehrspeichenräder und eine matte Lackierung in Aquamarin runden den Speedster-Look ab.

Inspiriert von James Deans Porsche 550 Spyder

Als Inspiration für den "Top. L" diente ausgerechnet James Deans berühmter Porsche 550 Spyder "Little Bastard". Leistungsmäßig könnten die beiden Fahrzeuge allerdings kaum weiter auseinanderliegen, denn technisch bleibt der Fiat unverändert: Sein Elektromotor leistet 6 kW (8 PS), die Batterie fasst 5,5 kWh, die Reichweite liegt bei rund 75 Kilometern. Beim Umbau geht es also eindeutig mehr um Stil als um Geschwindigkeit.
Fiat "Top. L" Design-Konzept
Für die Rennstrecke ist der umgestaltete Topolino mit seinen acht PS nicht unbedingt geeignet.
Bild: CFG Style
Noch ausgefallener ist der "Top. J". Eine zusätzliche, entgegen der Fahrtrichtung montierte Sitzbank im Heck macht aus dem normalerweise zweisitzigen Topolino einen Viersitzer – beinahe wie ein Golfcart.
Dazu kommen ein Stoffdach als Sonnenschutz, röhrenartige Elemente anstelle konventioneller Türen und der komplette Verzicht auf Seitenscheiben. In dieser Form erfüllt der Topolino laut dem Magazin "Carscoops" allerdings nicht mehr die Anforderungen der europäischen L6e-Klasse. Für eine Straßenzulassung wäre daher eine andere Homologation nötig.

Serienmodell nicht offiziell geplant

Auch die blau-grüne Farbgebung des "Top. J" hat einen historischen Hintergrund. Sie soll unter anderem an einen Ferrari 166 MM erinnern, den Gianni Agnelli in den 1950er-Jahren fuhr. Im Innenraum setzt sich die Kombination aus Leder und Frottee fort.
Fiat "Top. J" Design-Konzept
Der "Top. J" bekommt eine zweite, umgekehrte Sitzreihe. Das Ganze erinnert ein wenig an ein elektrisches Golfcart.
Bild: CFG Style
Ob aus den beiden Einzelstücken irgendwann mehr wird, ist offen. Eine Serienproduktion von "Top. L" und "Top. J" wurde bislang nicht angekündigt. Giugiaro und Elkann wollen ihre Zusammenarbeit allerdings fortsetzen. Und gerade der offene "Top. L" zeigt: Für einen ziemlich coolen Auftritt braucht es nicht unbedingt 300 PS.