Fisker Karma auf dem Genfer Autosalon 2010
Fisker zeigt die Technik des Karma

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Fisker wagt den Gegenentwurf zum vernuftgetriebenen Öko-Mobil: Der Karma soll Glamour statt Verzicht ausstrahlen. Auf dem Genfer Autosalon 2010 zeigt Fisker erstmals die Technik unter dem schicken Alu-Kleid.
Die Zukunft beginnt bescheiden. 2811 McGaw Avenue ist ein kleines Bürogebäude in Irvine, einer Bürostadt bei Los Angeles – und die Keimzelle eines Unternehmens, das vielleicht die Autowelt aufmischen wird. Fisker Automotive plant mit seinem Hybridauto Karma den ganz großen Wurf. Auf dem Genfer Salon 2010 gestattet Fisker erstmals einen Blick unter die schicke Karosserie. Die Amerikaner haben einen extrem steifen und leichten Aluspaceframe entwickelt – das Konzept kennen wir bereits vom Audi A8 und Jaguar XJ.
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Bild: Werk
Militärtechnik: Der Antrieb entstammt einem Armee-Fahrzeug

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Zwei Fahrmodi stehen zur Wahl. Wenn der Benziner mitläuft, soll der zwei Tonnen schwere Karma in sechs Sekunden auf Tempo 100 sprinten, abgeregelte 200 km/h rennen und in einem Zug "von Deutschland bis Süditalien" fahren. Im reinen Elektromodus reichen die Akkus für 80 km. Ein Solardach und die Bremsen steuern Strom bei. Marktstart soll noch 2010 sein. Aber wie wird aus der Vision ein Serienauto? Fisker strahlt sein Siegerlächeln. "Wir haben von zwei Investmentfirmen genug Startkapital. Wir verhandeln mit Autobauern über eine Kooperation, auch mit einigen deutschen. Unser Partner wird den Benzinmotor und weitere Komponenten zuliefern." Die geplante Produktion von 15.000 Autos im Jahr sei schon bis Mitte 2011 ausverkauft, sagt Fisker. Jede vierte Bestellung komme aus Deutschland, wo der Preis bei rund 75.000 Euro liegen soll. Eine zweite, offene Karosserie ist ebenso in Planung wie ein Diesel für Europa. Die Zukunft, die Henrik Fisker vor sich sieht, ist sauber und glänzend.
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