Seit 42 Jahren schon ist der Ford Fiesta ein Erfolgsmodell im Kleinwagensegment. Allein in Deutschland gehörte er von Beginn an fest zum Straßenbild. Auch bei unseren europäischen Nachbarn, wo der Erzrivale VW Polo nicht ganz so beliebt ist wie in Deutschland, verkauft sich der kleine Kölner wie kühles Kölsch. Logisch also, dass er für den Mutterkonzern Ford Motor Company eine tragende Rolle spielt. Dem geschuldet ist die Notwendigkeit, dass ein Modellwechsel sitzen muss. Große Schwächen konnte sich noch kein Fiesta leisten. Auch für die mittlerweile achte Generation scheint der Erfolg wie programmiert. Grund genug, kurz auf die Generationenfrage einzugehen. Das Rückgrat des Neuen ist nämlich nicht ganz so neu. Es gleicht in seinen Grundzügen dem des 2008 erschienenen Vorgängermodell. Das bedeutet nichts Schlechtes, war doch auch er ein Erfolgstyp. Es ist auch nicht das erste Mal. Schon 1984, 1996 und 1999 wurde ein neuer Fiesta aus dem jeweiligen Vorgänger weiterentwickelt. Anders als bei diesen Ahnen sieht man es dem Neuen allerdings nicht auf den ersten Blick an.
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Neues Fahrwerk: Der Fiesta fährt sich wie ein Focus

Ford Fiesta
Gefühlt bringt der Fiesta ein deutliches Plus bei Spurweite und Radstand mit. Der Grund dafür ist die Versetzung der Anlenkpunkte des Fahrwerks.
Wichtige Merkmale des 2008er Fiesta wurden weiterentwickelt. Uns fehlte es zuletzt an Fahrassistenz, die Bedienung war merkwürdig kleinteilig, und auch die Dämmung der Fahrgeräusche war nicht mehr ganz zeitgemäß. Ford ging all das an – mit Erfolg. Gänzlich neu ist auch das Fahrwerk. Es war gut und wurde noch besser: Der kleine Fiesta fährt mittlerweile wie ein Focus. Was sich für den Fahrer anfühlt wie deutlich gewachsene Spurweite und Radstand, lässt sich technisch mit der Versetzung der Anlenkpunkte des Fahrwerks erklären. Die radführenden Lenker besitzen größere Bewegungsradien. Angenehm leichtgängig wirkt dazu die Lenkung, die vor allem mit ihrer Präzision gefällt. Zusammen mit der ergonomisch passenden Sitzposition bietet der Fiesta so ein in volvierendes Fahrgefühl.

Der Fünftürer ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen

Wo Licht ist, gibt's meist auch Schatten: Die Sitzposition ist zwar fahrerisch angenehm, doch raumökonomisch nicht perfekt gewählt; der Fiesta könnte den ohnehin knappen Raum eines Kleinwagens deutlich effizienter nutzen. Speziell größere Fahrer müssen sich damit abfinden, unmittelbar neben der B-Säule zu sitzen. So wird der Fünftürer (plus 800 Euro) nicht zur unbedingten Kaufempfehlung. Wer keine Kinder im Fond verstauen muss und auch keine engen Parklücken vor der Tür hat, fährt mit dem sportlich-schicken Dreitürer durchaus angenehm. Die nicht optimale Raumausnutzung ist weiterhin auch im Fond zu spüren, wo die Knie den Vordersitzen und der Scheitel dem Dachhimmel unerfreulich nahe kommen. Das Kofferraummaß liegt mit 292 bis 1093 Litern mitten im Klassendurchschnitt. Alle weiteren Infos zum neuen Fiesta und die konkreten Kauftipps der Redaktion finden Sie in der Bildergalerie!

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Andreas Jüngling