Ford Focus RS500: Fahrbericht
Das schwarze Biest

Ford bläst zum Abschied zum Angriff: 350 PS machen den Focus RS500 zum schwarzen Biest. Das Sammlerstück geht wie die Hölle – und ist leider trotz des hohen Preises schon ausverkauft.
- Stephan Bähnisch
Mattschwarz wie die Nacht steht er da auf fetten 19-Zöllern, der Dachspoiler und Anbauteile satt lassen den stärksten Serien-Focus aller Zeiten ziemlich martialisch aussehen. 500 Exemplare des Focus RS500 wird es für ganz Europa geben – davon 55 für Deutschland – und die sind bereits ausverkauft. Und das, obwohl Ford für die Sonderserie satte 10.150 Euro mehr aufruft als für den "normalen" RS. 46.050 Euro kosten die 45 Mehr-PS im RS500, dafür kann sich Mutti auch einen neuen Kleinwagen kaufen. Den Fans ist es egal: Sie berappen dem Mehrpreis anstandslos. Das Biest aus Saarlouis nimmt den Betrachter schnell gefangen, obwohl das matte Schwarz nicht etwa lackiert wird, sondern von den Spezialisten von 3M als Folie aufgetragen.
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Der Verbrauch bleibt erträglich
Eine Rennstrecke ist hier nicht in Sicht. Also ab auf die A7, die hier kein Tempolimit hat. Einmal schnell die sechs Gänge durch die knackige Box geschaltet, ist die 200-km/h-Marke im Flug geknackt. Der RS500 stürmt weiter, als gäbe es keinen Roll- oder Luftwiderstand. Dabei liegt er leider nicht wie das sprichwörtliche Brett, wirkt manchmal unruhig, der riesige Heckflügel erfüllt seine Aufgabe offensichtlich nur bedingt. Bei Tempo 245 bremst mich ein Kombi ein, ich glaube jetzt, dass der RS 265 km/h schafft. Am Ende folgt eine (positive) Überraschung. Trotz deftiger Gangart hat sich der Über-Focus mit 12,7 Litern Sprit begnügt, ein Hinweis, dass er den angegebenen Drittelmix von 9,9 Litern tatsächlich einhalten könnte. Kaufen? Klar, der RS500 ist ein Spaßgerät erster Güte. Aber leider nicht mehr zu haben. Schade.
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