Ford Mustang "Eleanor": Auktion
Filmauto-Einzelstück steht zum Verkauf

Im Film "Nur noch 60 Sekunden" aus dem Jahr 2000 spielte der Ford Mustang "Eleanor" eine große Rolle. Nun steht das letzte Exemplar zum Verkauf.
Bild: dpa
- Christopher Clausen
Prominentes Einzelstück zum Verkauf: Ein Original-"Eleanor"-Mustang aus dem Kinofilm "Nur noch 60 Sekunden" wird versteigert. In dem Film mit Angelina Jolie und Nicolas Cage hatte das Muscle Car eine Hauptrolle gespielt, nun wird es auf einer Auktion in Texas angeboten. Insgesamt über 600 Autos kommen am 12. und 13. Dezember 2014 in Austin unter den Hammer, dieses Filmauto ist ein Einzelstück. Zwar wurden von Cinema Vehicle Services und dem legendären Karosseriebauer Chip Foose insgesamt elf Fahrzeuge für den Film gebaut, doch nur drei waren überhaupt fahrbereit. Zwei davon flogen bei Stunts in die Luft, damit ist Mustang Nummer 7 das einzig überlebende Filmauto dieser Baureihe.
Die Echtheit wird via Zertifikat bestätigt
Zuletzt hatte der einem Shelby GT-500 nachempfundene "Eleanor"-Mustang im Mai 2013 den Besitzer gewechselt – für eine Million Dollar. Dementsprechend kann man davon ausgehen, dass die Preise bei der diesjährigen Auktion noch höher sein werden, zumal die Echtheit des Autos durch ein Zertifikat des Cinema Vehicle Services-Gründers und -Präsidenten Ray Claridge bestätigt wird. Charakteristisch für den umgebauten 1967er Mustang sind die mittig angebrachten Scheinwerfer, die ausgestellten Radhäuser sowie eine angepasste Motorhaube und Heckklappe. Antrieb kommt von einem 5,8 Liter großen V8-Motor von Ford mit 405 PS und einem Viergang-Schaltgetriebe.
Außerdem stehen auf der Auktion unter anderem ein 1967er Chevrolet Corvette Cabrio von Astronaut Gus Grissom und ein 1969er Corvette L88 Coupé zum Verkauf.
Jubiläum des Pony Cars: 50 Jahre Ford Mustang

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Er rollt immer noch! Seit 1964 ist der Ford Mustang – vornehmlich auf den Straßen der USA – unterwegs. Und erfreut sich nach wie vor ungemeiner Beliebtheit. Vor allem bei der männlichen Fahrerschaft (auch wenn hier eine Lady Modell steht). Kommen Sie mit auf eine 50-jährige Zeitreise mit dem berühmten Pony Car!

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Am 17. April 1964 lief der erste Ford Mustang vom Band. Daher firmiert er auch unter der Kennung "1964 1/2". Bereits am ersten Tag konnte Ford 22.000 Autos verkaufen. Bis Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 1964 wurden 264.434 Mustang abgesetzt. Die Limousine kostete rund 2400, das Cabrio (Bild) rund 2600 Dollar.

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Strahlemann: Der Chefdesigner der ersten Mustang-Modellreihe, Joseph Oros, hatte angesichts des riesigen Erfolgs seines "Babys" allen Grund zur Freude.
Bild: Werk

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So sah das damals aus: Eines der ersten Werbeplakate für den neuen Ford Mustang. Das Pony Car war von Beginn an als Stufenheck-Coupé und Cabrio, sowie mit Sechzylinder- und V8-Triebwerk zu haben. Der Reihensechszylinder mit 2,8 Litern Hubraum leistete 100 PS, der 4,3-Liter-V8 sogar 165 PS. Im Sommer 1964 wurde der Hubraum des V8 auf 4,7 Liter erhöht (271 PS).

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... hatte die Serienversion – hier das 1965er Modell – mit den ersten Konzept-Entwürfen nicht mehr viel gemeinsam.

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Sieh an: 1965 nahm Ford mit seiner Werbung auch die weibliche Klientel ins Visier.

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Die Fließheck-Variante "Fastback" wurde 1965 mit ins Programm genommen. Die Stahlsportfelgen kosteten knapp 120 Dollar Aufpreis und waren nur in Verbindung mit den V8-Modellen lieferbar.

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Liebling auch der Supermarkt-Kunden – als Kontrast zum Jet Set: Mustang-Werbung von 1966.

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1966 starteten Ford, Shelby und Hertz ein gemeinsames Mietwagen-Projekt. Ergebnis: Der Shelby GT-H (306 PS) auf Basis des Shelby GT350. Wer den GT-H mieten wollte, musste 17 Dollar pro Tag und 17 Cent pro Meile an Hertz zahlen.

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... Chromfelgen und Breitreifen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit bei Käufern des Musclecars. Auch die Big Block-Motoren wurden immer populärer. Natürlich mischte auch Carroll Shelby wieder mit. Sein GT500 (Foto) mit Siebenliter-Maschine kostete 4395 Dollar und zauberte brachiale 355 PS auf die Piste.

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Schon 1967 rollte der 1,5 Millionste Mustang vom Händlerhof.

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Kam 1968 neu ins Programm: der 428 Cobra Jet – ein Siebenliter mit serienmäßigen 335 PS.

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Mustang goes Hollywood: 1968 preschte Steve McQueen alias Lieutenant Frank Bullitt im dunkelgrünen Ford Mustang Fastback durch die Straßen von San Francisco und lieferte sich mit einem Dodge Charger eine der epischsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte.

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Ford wollte dem Hauptkonkurrenten in diesem Segment, dem Camaro Z28, die Grenzen aufzeigen.

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Dieser Zuwachs machte sich hauptsächlich vorne bemerkbar. Von nun an passten alle Konzerntriebwerke problemlos unter die Motorhaube. Hinten allerdings blieb es eng: Besonders beim Cabrio waren längere Fahrten auf dem Rücksitz eine Qual.

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... und ist für viele Fans die letzte echte Mustang-Baureihe. Das klassische Pony Car wurde mit dem 73er-Modell (Foto) leider beerdigt. Was von 1974 bis 2004 produzierte wurde, spielt bei den meisten Mustang-Anhängern keine große Rolle. Erkennungsmerkmale: Eckige Formen, kleine Motoren, unsinnige Sondermodelle. Beweise? Weiterklicken!

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Hier das 74er-Modell, das auch mit Vierzylinder-Motor zu haben war. Ein Mustang mit vier Zylindern? Absolutes "No-Go!"

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Der 1975er Ford Mustang II Ghia.

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Der Ford Mustang von 1976.

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Ein 1976er Ford Mustang Cobra II.

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Der 1977er Ford Mustang.

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Ford Mustang Modell 1978.

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1978er Ford Mustang Cabrio.

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1978er Ford Mustang Cobra. Auf den letzten Bildern hat sich der Mustang nicht nennenswert verändert? Stimmt.

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Mit dem1979er Modell mutiert der Ford Mustang (hier als Musang Cobra) zur Stino-Coupéversion (= stinknormal) einer Stino-Familienlimousine.

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1979er Ford Mustang Cobra: In Rot und mit Ansaughutze ziehen wir gnädig einen Langeweile-Punkt ab. Wann geht's denn wieder aufwärts?

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1980 jedenfalls noch nicht: hier der Ford Mustang jenes Jahrgangs.

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1988er Ford Mustang. Etwas Geduld noch, bitte.

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1989er Ford Mustang Cabrio.

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2000er Ford Mustang SVT.

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40 Jahre Ford Mustang (1964 bis 2004), im Hintergrund eine North American P-51 Mustang.

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2004er Ford Mustang GT. Sie haben durchgehalten? Bravo! Denn jetzt wird's wieder prickelnd.

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Mit dem 2005er-Modell bekennt Ford nach 30-jähriger Durstrecke endlich wieder Farbe und schlägt nach den Verfehlungen der 70er, 80er und 90er Jahre eine sehr gelungene Design-Brücke zu den historischen Mustangs der Jahre 1964 bis 1973.

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Das 2005er-Modell war erstmals auf der NAIAS 2003 in Detroit als Concept Car zu sehen und rannte Ende 2004 mit Vierliter-V6 (213 PS) und 4,7-Liter-V8 (GT/305 PS) los.

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Zurück zur wunderschönen alten Formensprache: 2005er GT als Stufenheck-Coupé. Das Retro-Design zeigt sich in aller Deutlichkeit: lange Haube und kurzes, leicht ansteigendes Heck.

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2006 feierte auch der berühmt-berüchtigte Shelby GT-H seine Widerauferstehung. Autovermieter Hertz nahm 500 Leih-Pferde mit 325 PS in seine Flotte auf, die an verschiedenen Flughäfenen der USA gemietet werden konnten.

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2007 legte Shelby das Cabrio nach. Auch vom offenen Miet-Hengst wurden 500 Stück gefertigt. Beide Modelle sind aktuell nicht mehr in der Flotte. Sie wurden für teures Geld an Liebhaber verkauft.

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Auch die italienische Blech-Schmiede Italdesign ließ es sich nicht nehmen, dem Neuen einen individuellen Anstrich zu verpassen. Der Giugiaro-Mustang mit 500 PS stand auf der LA Auto Show 2006.

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Natürlich mischt Carroll Shelby auch wieder kräftig im Mustang-Mix mit: Der GT500 bildet die Speerspitze im Motorenregal. Im 2007er Modell arbeitet ein 5,4-Liter-V8 mit 500 PS und 610 Newtonmeter Drehmoment.

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Rückkehr einer weiteren Legende: 2007 legte Ford den Bullitt neu auf. Der Auspuff-Sound des Sondermodells sollte dem des Originals möglichst nahe kommen. Als Basis diente der Mustang GT mit 4,6-Liter-V8 und 315 PS.

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Auch 2008 präsentierte Ford ein schickes Sondermodell: Ein Teil der Verkaufserlöse des "Warriors in Pink" kam einer Krebsstiftung zugute.

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Sonnenanbeter: Auf der NAIAS 2008 in Detroit zeigte Ford den Mustang erstmals mit einem großen Panorama-Glasdach. Das Dach ist auch beim aktuellen Modell optional bestellbar.
Bild: Werk

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Natrürlich gibt es auch wieder eine Frischluft-Variante in Serie: Das Cabrio erfreut sich besonders bei USA-Urlaubern großer Beliebtheit und ist bei allen größeren Autovermietern zu haben.
Bild: Boris Pieritz

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Auch der GT500KR wurde zu seinem 40-jährigen Jubiläum wiederbelebt. Seit Mai 2008 geht das neue Shelby-Flaggschiff mit 540 PS auf Porsche-Jagd. Leider wurden nur 500 Exemplare gebaut.

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Mutige Vorhersage trotz Wirtschaftskrise: Mustang-Fans müssen sich um die Zukunft ihres geliebten Musclecar vorerst keine Sorgen machen. Der Hengst saust endlich wieder selbstbewusst in die Zukunft.

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Das 2010er-Modell war bereits seit Anfang 2009 in den USA für rund 21.000 Dollar zu haben. In Deutschland gab es die fünfte Generation nur als Grauimport, für knapp unter 30.000 Euro.
Bild: Werk

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Im Jahr 2011 erschien einen neuen Mustang GT. Der GT 5.0, eigentlich mit 4,9 Litern Hubraum unterwegs, lässt 412 Pferdchen wiehern.
Bild: Werk

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2012 schraubt Ford klammheimlich das schnellste Serienfahrzeug aller Zeiten zusammen. Mit 5,4 Litern Hubraum sprintet der Mustang Cobra Jet in unter zwei Sekunden auf Tempo 100. Ein Straßenzulassung gibt's für den Dragracer nicht.
Bild: Werk

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Aber auch Tuner Shelby mag dem Pony nicht beim Darben zusehen – mit reichlich Kraftfutter aufgepeppelt, wurde 2013 der über 1000 PS starke Shelby Mustang 1000 S/C auf die Straße gerollt.
Bild: Werk

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Die sechste Mustang-Generation feierte Ende 2013 an sechs Orten gleichzeitig ihre Weltpremiere: am Fordstammsitz in Dearborn, in New York, in Los Angeles, in Barcelona, in Schanghai und in Sidney.
Bild: Werk

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Schon vorm Marktstart des sechsten Mustang Ende 2014 präsentiert Ford diese Sonderedition: Ford Mustang 50 Year Limited Edition. Wir haben noch mehr Infos zu dem auf 1964 Exemplare limitierten Sondermodell. Versäumen Sie nicht unseren Klassik-Vergleichstest mit vier Mustang-Klassikern und eine Bildergalerie mit erstaunlichen Mustang-Prototypen.
Bild: Werk
Rückblick: Darum ist der Ford Mustang so cool

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Die besten Jahre des Ford Mustang sind seine frühen. Da ist er stilbildend, allein auf weiter Flur und erfolgreich ohne Beispiel. 1964, 1965 und 1966 eilt er von Rekord zu Rekord, verkauft sich besser als seine billigere Falcon-Basis.
Klassikermarkt: Gebrauchte Ford Mustang
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So stellte sich Amerikas Jugend ein sportliches Auto vor: Lange Schnauze, kurzes Heck, zwei Türen, klares Styling. Noch heute kann der Mustang mit den Pfund von vor über 50 Jahren wuchern: Er sieht gut aus, die Technik ist simpel und solide, die gebotene Vielfalt enorm.
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Die Mehrheit der Kunden liebt den Mustang nicht seiner Wildheit wegen, sondern wegen seines Looks. Schon damals zieht das hippe Image das Publikum in die Schauräume. Ein brachialer GT 350, von Schlangenzüchter Carroll Shelby für die Rennstrecke modifiziert, und selbst die mild sportliche GT-Variante sind schon zu viel des Guten. Ein Mustang kann viel und muss wenig.
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Lasche Trommelbremsen, träges Handling, ziellose Lenkung, rumpeliges Fahrwerk, ein schnödes Dreigang-Schaltgetriebe ... Egal, ein Mustang ist Trendsetter. Er wirkt jung, er hebt die Laune. Fast schon europäisch ist er. Und sehr cool.
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Schlank, etwas hochbeinig, kaum extravagant: Fast drei Viertel aller 1965 gebauten Ford Mustang sind sparsam ausstaffierte Coupés wie dieses. Das 289er Hardtop-Coupé in "Efeu-grün" fährt seit 1965 am selben Ort in Kalifornien.
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Dreikammer-Heckleuchten hat der Mustang noch heute.
Klassikermarkt: Gebrauchte Ford Mustang
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Die Mittelschaltung war serienmäßig, eine Mittelkonsole aber nicht. In den 1960er-Jahren galt die Automatik als erste Wahl für die Frau am Steuer, große Jungs bevorzugten das Viergang-Schaltgetriebe. Die Dreistufenautomatik kostete 189,60 Dollar, das Radio 58,50 Dollar.
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Schlichte Vielfalt, hübsch arrangiert: Zündschloss, Zigarettenanzünder und Heizungshebelei. Die Welt des Ford Mustang war unkompliziert.
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Die Viersitzigkeit des Mustang hatte Lee Iacocca, General Manager der Ford Division, gefordert, aber mehr als Notsitze sind die sehr tief montierten Schalen im Fond nicht.
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32.900 Käufer wählten im ersten Jahr den vernünftigen Basismotor, einen eisernen Reihensechser mit 2,8 Liter Hubraum und 101 SAE-PS. 93.600 Kunden entschieden sich für den V8 mit 4,3 oder 4,8 (289 cid) Liter Hubraum.
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Der Mustang ist die amerikanische Ikone. Als Vorreiter aller Muscle Cars begründete das Wildpferd eine neue Fahrzeuggattung.
Klassikermarkt: Gebrauchte Ford Mustang
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Vorstufe, weit weg von der späteren Realität: Der Ford Mustang Concept spielte 1962 Zukunftsmusik eines Sportwagens mit deutschem V4-Mittelmotor.
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Extrem der 70er: Gigantomanie der frühen siebziger Jahre: 1971 präsentierte Ford den Mustang Mach 1. Siebenliter-V8, 375 PS. Mehr braucht man nicht zu sagen.
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Ölkrisen-Mustang: Der Ford Mustang II erschien kleinwüchsig auf Basis des unglückseligen Ford Pinto. Erstmals war dieser Mustang auch mit Reihenvierzylinder lieferbar – der ersten Ölkrise sei "Dank".
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80er-Version: Eine Vernunftlösung für jeden Geschmack war der Ford Mustang III. Auf Wunsch sogar mit Turbomotor.
Klassikermarkt: Gebrauchte Ford Mustang
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