Ford Mustang Lithium vorgestellt

Ford Mustang Lithium: E-Sportler als Prototyp

Ford baut E-Mustang mit über 900 PS

Auf der SEMA stellte Ford den Mustang Lithium vor: Der Power-Ford hat einen Elektromotor mit satten 912 PS, 1365 Nm – und Sechsgang-Schaltung!
Dieses Auto ist anders! Und das liegt nicht nur daran, dass der Mustang Lithium, den Ford und der Partner Webasto auf der SEMA vorstellten, einen Elektro-Motor mit über 900 PS hat. Schließlich kündigte Ford mit dem neuen Mach-E schon einen Mustang mit ordentlich E-Power an. Der Lithium hebt sich vor allem durch sein Getriebe von seinen elektrischen Artgenossen ab, behält er doch eine manuelle Sechsgang-Schaltung. Normalerweise haben Elektro-Fahrzeuge kein Getriebe, oder zwei Fahrstufen, da sie in allen Fahrsituationen ein gleich hohes Drehmoment entwickeln. Dadurch steht genug Elastizität für alle Geschwindigkeiten zur Verfügung und der Fahrer könnte theoretisch ohne Schaltunterbrechungen beschleunigen. Man kann nur spekulieren, warum Ford und die Ingenieure von Webasto das Sechsgang-Getriebe im Mustang beließen. Scheuten sie den Aufwand, den gesamten Antriebsstrang neu zu gestalten?

Satte 912 PS und 1355 Nm!

Wie bei Tesla: Der Touchscreen steckt in der Mittelkonsole.

Der Mustang Lithium ist erstmal ein Prototyp, der mit satten 912 PS und einem maximalen Drehmoment von 1355 Nm vielen klassischen Muscle-Cars in Sachen Power weit voraus ist. Der Fahrer kann über einen Touchscreen in der Mittelkonsole zwischen vier Antriebsarten wählen: Valet, Sport, Track und Beast. Die Energie für den Elektro-Motor stellt ein Batterie-System von Webasto mit moderner 800-Volt-Technik, die auch im Porsche Taycan zum Einsatz kommt. Die Technologie soll im Vergleich mit der etablierten 400-Volt-Technik leichter und leistungsstärker sein, zudem für eine geringere Wärmeentwicklung sorgen. Konkrete Details zu Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Reichweite gab Ford bislang nicht bekannt.

Motorhaube mit Fenster

Schickes Teil: Der Lithium ist nah am Serien-Mustang dran. Neu sind die 20-Zoll-Schmiederäder.

Optisch gibt sich der E-Mustang seriennah, die auffälligsten Modifikationen sind der Carbon-Spoiler und die Motorhaube mit den kleinen Fenstern, durch die man den Motor anschauen kann. Zudem liegt der Lithium etwa zweieinhalb Zentimeter tiefer als die Basis, steht dabei auf gewichtsoptimierten 20-Zoll-Schmiederädern. Im Innenraum bestimmen neben dem 10,4 Zoll großen Touchscreen die Farben Schwarz und Hellblau das Bild. Die Fahrer nehmen auf ledernen Recaro-Sitzen Platz. Ford will bis 2022 rund 11,5 Milliarden Dollar in die Produktion von Elektro-Autos stecken, der Lithium soll einen Ausblick auf kommende Top-Modelle geben. Eine Serien-Version des 900-PS-Mustang ist aber nicht geplant.

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