Natürlich kann man für so wenig Geld nicht das blitzblanke XXL-Motorhome erwarten – zum Sparpreis gibt es zumeist umgebaute Kastenwagen älterer Jahrgänge. Die haben schon mal kleine Kratzer im Lack und eine vergilbte Inneneinrichtung. Aber technisch kann auch ein 25 Jahre alter Kleinbus mit mehr als 200.000 Kilometern Laufleistung tipptopp in Ordnung sein. Eine Schnellsuche in den einschlägigen Gebrauchtwagenbörsen ergibt: Für unter 15.000 Euro ist die Auswahl okay.

Video: VW T4 California

Gebrauchtwagen-Tipps

Vorteile von Kleintransportern: Sie lassen sich fahren und einparken wie Pkw, passen in die meisten Garagen und kosten auf Campingplätzen, auf Fähren und Mautstrecken die geringsten Gebühren. Insgesamt werden auf den großen Gebrauchtwagenportalen aktuell über 1200 Wohnmobile in diesem Preissegment angeboten. Wer auf Nummer sicher geht und nach "HU neu" filtert, erhält knapp 100 Angebote mit frischem TÜV. Schrottkisten mit Instandhaltungsstau müssen Sie darunter kaum befürchten. Doch die meisten davon sind älter als 15 Jahre. So ein Auto sollten Sie NIE ohne gründliche technische Prüfung kaufen. Vorteil bei Kleinbussen: Jedes Prüfzentrum von TÜV, DEKRA oder ADAC kann helfen, ein Gebrauchtwagen-Check kostet ab etwa 100 Euro.

1. Beispiel: Ford Transit

Ford Transit
Diesen alten Ford Transit gibt es bereits mit H-Kennzeichen. Preis: 11.990 Euro.
Bild: mobile.de
Urlaub mit dem Oldtimer? Das klingt verwegen, aber nach gesetzlicher Definition bekommt auch schon ein 30 Jahre alter Camping-Bus das H-Kennzeichen, das nur 191 Euro Steuern im Jahr kostet und Zufahrt in die Innenstadt erlaubt – wenn man die überhaupt braucht. So wie der Ford Transit von einem Händler aus Augsburg. Er soll 11.990 Euro kosten. Das Fahrzeug mit Alkoven-Aufbau hat einen 68-PS-Diesel an Bord. Nicht bärenstark, aber für einen Kleinbus ausreichend. Der Innenraum ist relativ nüchtern gestaltet, die Polster wirken kaum genutzt – das hebt auch der Händler hervor. Der sichtbar gute Zustand macht den niedrigen Tachostand (62.900 Kilometer) glaubwürdig. Ein Schnäppchen, wenn die Maschine technisch okay und der Aufbau dicht ist.

2. Beispiel: VW-Bus T4

VW T4
Auch den VW T4 gibt es als Camper vereinzelt unter 15.000 Euro – dann meist mit vielen Kilometern auf der Uhr.
Bild: mobile.de
Der Traum aller Kleinbus-Fans ist heute noch relativ teuer. Aber vereinzelt sind auch VW-Busse in Camper-Ausführung für unter 15.000 Euro zu finden. Zum Beispiel dieser vom Ausstatter Carthago aus Oberschwaben, der seit 50 Jahren Premium-Reisemobile baut. Preis: 14.999 Euro. Der VW T4 ist die geräumige Langversion mit 5,10 Metern, gebaut 1998. Sein Tachostand könnte erschrecken: 317.157 Kilometer, fast achtmal um die Erde! Doch die Fotos rücken das wieder gerade: Möbel mit hellen Bezügen ohne Abnutzungen, funktionierendes Aufstelldach, saubere Oberflächen. Das Wohnmobil lässt sich auch als Bus nutzen: Eine zusätzliche Sitzbank ist dabei. Bis zu vier Personen können an Bord schlafen, dann wird's aber eng. Die Ausstattung ist vom Gaskocher über einen Kühlschrank bis zur gasbetriebenen Standheizung komplett.
Volkswagen T5 California
8.000
Volkswagen T5 California
249.000 km
75 KW (102 PS)
08/2007
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Volkswagen T5 California United Multivan
8.499
Volkswagen T5 California United Multivan
352.000 km
125 KW (170 PS)
06/2009
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Volkswagen T5 California
9.900
Volkswagen T5 California
408.000 km
128 KW (174 PS)
03/2005
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Volkswagen T5 California
10.450
Volkswagen T5 California
199.224 km
103 KW (140 PS)
09/2011
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Volkswagen T5 2.0 TDI Camper Lang/AHK/05.28/Markise/120x190
10.450
Volkswagen T5 2.0 TDI Camper Lang/AHK/05.28/Markise/120x190
279.995 km
75 KW (102 PS)
04/2010
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Volkswagen T5 California DSG TOP Zustand viele Teile neu !
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Volkswagen T5 California DSG TOP Zustand viele Teile neu !
390.000 km
128 KW (174 PS)
06/2004
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Volkswagen T5 1.9 TDI Camper mit SCA Aufstelldach
11.900
Volkswagen T5 1.9 TDI Camper mit SCA Aufstelldach
277.000 km
77 KW (105 PS)
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Volkswagen T52.5TDI California BeachAufstelldach BETT TISCH
11.900
Volkswagen T52.5TDI California BeachAufstelldach BETT TISCH
305.000 km
128 KW (174 PS)
05/2009
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Volkswagen T5 California
13.500
Volkswagen T5 California
393.000 km
128 KW (174 PS)
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Volkswagen T5 California Ocean Comf. 2.0 TDI AUFSTELLDACH
13.989
Volkswagen T5 California Ocean Comf. 2.0 TDI AUFSTELLDACH
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96 KW (131 PS)
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Ein Motorradträger inklusive Staubox am Heck (abnehmbar) ist auch noch dabei. Die Rostvorsorge bei späten T4 gilt als gut. Wenn, dann tritt Oxidation zuerst am Scheibenrahmen, an der Tankklappe und an der Basis von A- und C-Säule auf. Der 2,5-Liter-Turbodiesel (TDI) mit 102 PS ist der beste T4-Motor. Der Fünfzylinder gilt als robust und verbraucht im Alltag um die acht Liter. Käufer sollten beim Scheckheft darauf achten, dass der Zahnriemen regelmäßig gewechselt wurde, dabei auch gleich Spannrolle, Schwingungsdämpfer und die Wasserpumpe. Auch der Turbolader gilt als anfällig.

3. Beispiel: Mercedes Vito

Mercedes Vito
Mercedes Vito: Die Motoren gelten als langlebig, aber die Karosserie sollte auf Rost überprüft werden.
Bild: mobile.de
Mit dem Vito wollte Mercedes vom wachsenden Kleinbus-Markt profitieren. Das ging anfangs nach hinten los, die erste Baureihe (bis 2003) hatte auffällige Qualitätsprobleme und wurde vom Rost zerfressen. Die nächste Generation wurde besser. Dazu gehört auch das Modell dieser Anzeige: die Langversion (5,23 Meter) aus dem Jahr 2004 mit 131.000 Kilometern Laufleistung. Preis: 12.999 Euro. Der Lackzustand und auch der weitgehend fleckenlose Innenraum zeigen an, dass der Vito wenig genutzt wurde. Die Ausstattung mit Aufstelldach, Gaskocher und Kühlschrank stammt vom renommierten Ausstatter Reimo aus Egelsbach bei Frankfurt. Auch wenn alles sauber aussieht, sollte unbedingt gründlich der Unterboden auf Rost geprüft werden. Erst ab 2006 waren die Karosserien vollverzinkt. Insbesondere die Heckklappe ist extrem anfällig. Angetrieben wird der weinrote Vito von einem 2,1 Liter großen Vierzylinder-Diesel mit 109 PS. Der verbraucht im Alltagsbetrieb 9,5 Liter. Die Motoren gelten als langlebig, aber laut.

Diese Bereiche sind wichtig

Der Technik-Check gebrauchter Wohnmobile ist ein wenig anders: Während Motor, Fahrgestell und Bodengruppe bei Camper-Bussen weitgehend identisch sind mit denen der Serienversion, müssen alle Extras auch extra geprüft werden!
► Das betrifft bei Alkoven-Fahrzeugen den Aufbau. Hat das Fahrzeug viel im Freien geparkt, kann durch Frost, UV-Strahlung und Hagel der Kunststoff undicht werden. Beim Hubdach können ebenfalls Schäden im Kunststoffdach oder an den seitlichen Faltenbälgen auftreten. Nehmen Sie für die Untersuchung eine Trittleiter, und lassen Sie sich für die Prüfung Zeit!
► Bremsen, Stoßdämpfer und Fahrwerk allgemein sind aufgrund des Innenausbaus zusätzlicher Belastung ausgesetzt. Diese Baugruppen sollten also besonders sorgfältig inspiziert werden.
► Wer ein Wohnmobil besitzt, der hat fast immer ein Parkproblem – in der Zeit, in der man damit nicht herumfährt, muss es abgestellt werden. Aus Wiesen- oder Waldböden steigt Feuchtigkeit auf, auch hohes Gras kann die Oxidation am Unterboden beschleunigen. Also sollte bei einem gebrauchten Camper stets der Boden untersucht werden.
► Zuletzt die Technik: Prüfen Sie alle Einbauten wie Kühlschrank, Gasanlage und Elektrik gründlich auf Funktion. Ersatz ist gerade bei alten Campern oft schwierig zu finden.