Über Strafen wird heute in der Formel 1 fast schon öfter diskutiert als über Überholmanöver. Allein in der vergangenen Saison wurden 143 Verstöße geahndet. Nur zum Vergleich: In den ersten beiden Formel-1-Jahren 1950 und 1951 gab es nicht eine einzige Strafe.
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Den ersten Fahrer erwischte es erst beim Deutschland-GP 1952: Nach einem Dreher wurde der Maserati von Felice Bonetto angeschoben. Das ist fremde Hilfeleistung – und war verboten. Folgerichtig wurde er aus dem Rennen genommen.
Tyrrell
Tyrrell wurde 1984 für die gesamte Saison die Punkteberechtigung entzogen
Doch Disqualifikationen wie die von Renault beim Japan-GP vor zwei Wochen sind heute extrem selten. Aus technischen Gründen wurden in diesem Jahrzehnt nur neun Fahrer aus der Wertung genommen. Ein wirklicher Betrug lag nie vor. Oft waren es kleine Grenzüberschreitung wie zu viel verbrauchtes Benzin oder ein zu großer Heckflügel.
Doch es gab auch schon waschechte Skandale und technische Mogeleien in der Formel 1. 1984 wurde das Tyrrell-Team für die gesamte Saison ausgeschlossen, weil gegen Rennende Bleikugeln in den Tank gepumpt wurden, um das Mindestgewicht zu erreichen. McLaren wurde 2007 wegen einer Spionageaffäre zu einer Geldstrafe von satten 100 Millionen Dollar verdonnert. Und über die abgehobelte Bodenplatte an Michael Schumachers Benetton 1994 beim Belgien-GP wird noch heute in den Fanforen viel diskutiert. 
In der Bildergalerie zeigen wir die größten Skandale der Formel-1-Geschichte.

Von

Michael Zeitler