Formel 1: Alonso nach Crash unverletzt
„Bin froh am Leben zu sein“

Schock-Start in die neue Formel-1-Saison: Fernando Alonso erlebt einen Horrorunfall. Auch Vettel und Rosberg geschockt. Das sagen die Beteiligten.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Runde 17 im Albert Park zu Melbourne: Die Formel 1 in Schockstarre! Zuschauer und Verantwortliche halten gleichermaßen den Atem an, die Kameras zeigen ein völlig zerstörtes Auto auf dem Dach liegend. Schnell wird klar: Es ist der McLaren-Honda von Fernando Alonso. Schnell zeigt sich glücklicherweise auch: Der Spanier scheint unverletzt zu sein. Während Alonso sich erst erst einmal vorbeugt und tief Luft holt, eilt Unfallgegner Esteban Gutierrez zum Spanier. „Als sich der Staub verzogen hat, habe ich im Rückspiegel sein Auto gesehen. Ich hatte Angst um ihn und bin sofort aus meinem Auto raus und auf ihn zu“, schildert der Mexikaner wenig später und immer noch etwas blass um die Nase die Sekunden nach dem Horrorcrash von Melbourne.
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Direkt im Anschluss an den Unfall ging es für Alonso ins Medical Center zum Check. „Es ist alles in Ordnung. Natürlich habe ich etwas Schmerzen am Knie, weil man im Cockpit so durchgeschüttelt wird, aber ansonsten sollte alles gut sein“, so der 32-Jährige nach seiner 'Flugeinlage': „Man sieht nur Himmel, Erde, Himmel, Erde... und weiß nicht wo man landet. Man will einfach nur, dass es aufhört, aber alles läuft wie in Zeitlupe ab“, verrät Alonso und erklärt: „Ich bin schnell aus dem Auto gekrochen, damit die Leute zu Hause sich nicht zu große Sorgen machen. Aber dann wusste ich erst einmal nicht, wo ich war, weil es soweit von der Strecke entfernt war. Ich habe mir gedacht: 'Du bist ganz schön weit geflogen!'“
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Sekunden nach dem Crash: Alonsos Auto ist Schrott
Experte Marc Surer sieht übrigens keinen Schuldigen für den Crash. „Für mich ist es ein Rennunfall“, sagt der Schweizer. „Alonso saugt sich im Windschatten an, zuckt dann im letzten Moment links raus, an der Stelle, wo man schon bremst.“ Gutierrez aber verändert leicht seine Linie, rechnet scheinbar nicht mehr mit einer Attacke. „Und Alonso hat wahrscheinlich die Strecke nicht mehr gesehen, wegen des Heckflügels vom Vordermann. Dann verfehlt man leicht den Bremspunkt“, weiß Surer. Auch unter den Piloten gibt es nach dem Horrorunfall keine Schuldzuweisungen.
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