Dieser Alpine passt perfekt zum Ort seiner Präsentation. Der neue A522 ist am Montagabend (21. Februar) im Palais de Tokyo, einem Pariser Museum für zeitgenössische Kunst, vorgestellt worden. Und schon die Farbgebung macht Alonsos neues F1-Mobil zum Hingucker. Alpine steuert mit Metallic-Blau die Grundfarbe bei, Hauptsponsor BWT zeichnet für abgesetzte rosafarbene Bereiche verantwortlich.
Das gilt aber erst ab dem dritten Rennen. BWT hat nämlich einen Coup mit in den Vertrag eingebaut: Bei den ersten beiden WM-Läufen in Bahrain und Saudi-Arabien wird der Wagen komplett in Rosa fahren, danach wird auf die andere Kombination umgestellt.
Alpine A522
Bei den ersten beiden WM-Läufen wird der Wagen komplett in Rosa fahren.

Die Erwartungen sind nach WM-Platz fünf im Vorjahr hoch: Superstar Fernando Alonso sagt: „Es gibt für uns keine Ausreden mehr. Wenn wir nicht gut abschneiden, werden wir nicht sagen können, dass wir halt weniger Budget haben oder weniger Ressourcen oder nur einen Windkanal. Das gibt es alles nicht mehr. Es liegt ganz alleine an uns.“
Alpine bringt dabei nicht nur ein neues Auto an den Start, sondern auch eine neue Team-Struktur. Otmar Szafnauer wurde als Teamchef von Aston Martin weggelotst. Alonso und sein Teamkollege Esteban Ocon, der 2021 in Ungarn seinen ersten Sieg holte, bleiben an Bord. Dazu kommt als dritter Fahrer das australische Talent Oscar Piastri, amtierender Formel-2-Meister.
Das in Paris vorgestellte Auto dürfte bis zum Test in Barcelona ab diesem Mittwoch noch einmal verändert werden. Bei der Präsentation zeigte man ein Auto ohne neue Details aber mit fließenden Linien, einer kurzen, eleganten Nase, kleinen Kühllufteinlässen und stufenförmigen aber vergleichsweise breiten Seitenkästen.
Alpine A522
Die Erwartungen sind nach WM-Platz fünf im Vorjahr hoch.

Beatmet durch eine weiterhin bullige Airbox wird ein nagelneuer Antrieb, an dessen PS-Defizit aus dem Vorjahr gearbeitet wurde. Turbine und Kompressor sind jetzt wie bei Mercedes getrennt. Auch die MGU-K und die MGU-H des RS20-Motors wurden erneuert.
„Unser Ziel besteht darin, dass wir am Ende der kommenden Reglement-Periode regelmäßig gewinnen können“, betont Alpine-CEO Laurent Rossi. „2022 ist ein Reset auf Null für alle. Wir müssen weiter lernen und mindestens WM-Fünfter werden. Aber das neue Reglement kann auch alles auf den Kopf stellen. Wir werden in Barcelona ein wenig schlauer darüber sein, wo wir stehen.“

Von

Bianca Garloff