Alpine, die Sportmarke von Renault und Namensgeber des Formel-1-Teams, degradiert CEO Laurent Rossi. Der Franzose war als Geschäftsführer sowohl für die Seriensparte als auch das Formel-1-Team verantwortlich.
Allein: Die Umstrukturierung bahnte sich schon länger an. Im Mai hatte Rossi das Formel-1-Team als „amateurhaft“ bezeichnet, das „wirklich schlechte“ Ergebnisse erziele. Schon damals waren erste Brüche im Teamgefüge sichtbar. Zuletzt beteiligte sich ein Konsortium um Hollywood-Star Ryan Reynolds und rettet so das Team angeblich auch vor dem Verkauf.
Dazu kommt: Rossi war intern nicht unumstritten. Rund um die Personalien Fernando Alonso und Oscar Piastri herrschte 2022 Chaos. Rossi feuerte zudem Alain Prost als Berater, der daraufhin polterte: „Er will alleine im Scheinwerferlicht stehen.“ Das ist jetzt vorbei. Rossi soll nach Konzernangaben zwar bei Alpine bleiben, sich aber auf „Sonderprojekte im Zusammenhang mit der Transformation des Konzerns konzentrieren“. Das klingt schwer nach Abstellgleis. Teamchef Otmar Szafnauer dagegen bleibt in seiner Funktion an Bord.
Rossis Nachfolger steht schon fest: Neuer Geschäftsführer wird Philippe Krief.
Bild: Alpine

„Ich möchte Laurent für sein unermüdliches Engagement in den letzten zwei Jahren an der Spitze von Alpine danken“, sagt Renault-Chef Luca de Meo. „Laurent hat eine klare und ehrgeizige Strategie für die Marke festgelegt und hat Alpine in die bestmögliche Position gebracht, um seine langfristigen Ziele zu erreichen. Alpine ist nun bereit, in eine neue Phase seiner Entwicklung einzutreten und eine Marke der Zukunft zu werden.“
Auch Rossis Nachfolger steht schon fest: Neuer Geschäftsführer wird Philippe Krief, der zuvor bereits als Vice President of Engineering and Product Performance bei Alpine tätig war. Der Franzose arbeitete zuvor bei Michelin, Fiat, Ferrari, Maserati und Alfa Romeo.
„Philippe vereint eine langjährige Branchenerfahrung, großes technisches Wissen mit den Führungsqualitäten, die für den Erfolg unseres Projekts entscheidend sind, einschließlich der Einführung der neuen Fahrzeuge der Marke ab dem nächsten Jahr“, betont De Meo. „Ich vertraue voll und ganz darauf, dass Philippe und sein Team Alpine zu neuen Höhen führen werden.“
In der Formel-1-WM belegt Alpine aktuell WM-Rang sechs. Esteban Ocon und Pierre Gasly liegen auf den Rängen zehn und zwölf der Fahrer-Tabelle.