Heute ist Stichtag. Dann will der neue Formel-1-Sportchef Ross Brawn den Teams die geplante Budgetobergrenze für eine gesunde Formel-1-Zukunft präsentieren. Auch alle anderen interessierten Teams sind hellhörig: Wird die Formel 1 billiger, die Streuung zwischen arm und reich geringer und sind Erfolge absehbar, stehen verschiedene Interessen Gewehr bei Fuß um in die Formel 1 einzusteigen. Derzeit mischen zehn Teams mit, Brawn schweben zwölf Rennställe vor.
Autorennen
Das Haas-Team ist seit zwei Jahren dabei
Ein Interessent: Michael Andretti. Der ehemalige Formel-1-Pilot führt in Amerika einen der größten Rennställe: In den vergangenen beiden Jahren gewannen Alexander Rossi und Takuma Sato für Andretti das berühmte Indy 500, in der Formel E spannt die Mannschaft aktuell mit BMW zusammen.
Michael Andretti zu DW Motorsport: „Ich bemühe mich ständig darum, Partner zu finden. Unterm Strich kommt es darauf an, dass du einen Geldgeber hast. Ich alleine könnte mir das nicht leisten.“ Und: Schon mehrmals stand Andretti kurz vor dem Einstieg in die Formel 1: „Es gab ein paar Deals. Sie schienen alle eine gute Basis zu haben. Da hätte etwas draus werden können, doch soweit kam es dann nie. Wir bleiben da aber aufmerksame Beobachter.“
Mit dem NASCAR-Team Haas ist seit zwei Jahren bereits ein US-Rennstall in der Formel 1. Der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media kommt aus Amerika und will die Königsklasse besonders dort stärken. So ist auch ein zweites US-Rennen in Planung.