Formel 1: Aus dem Krankenhaus zum Sieg
Sainz gewinnt in Australien, Feuer bei Verstappen

Ferrari gewinnt den GP Australien in Melbourne mit Carlos Sainz. Max Verstappen fällt früh aus.
Bild: Ferrari
Vom OP-Tisch auf die oberste Stufe des Podiums! Nach seinem Startverzicht beim GP Saudi-Arabien wegen einer Blinddarmentzündung gewinnt Carlos Sainz sein Comeback-Rennen beim Großen Preis von Australien in Melbourne. Der Ferrari-Star hält dabei seinen Teamkollegen Charles Leclerc souverän in Schach. Auf Rang drei landet McLaren-Pilot Lando Norris vor Lokalmatador Oscar Piastri (ebenfalls McLaren).
„Körperlich war es nicht einfach, aber ich war die meiste Zeit alleine vorne und konnte meine Pace managen“, freut sich Sainz über seinen dritten GP-Sieg. „Das Leben ist manchmal verrückt: Erst die Blinddarm-OP, jetzt der Sieg, das würde ich jetzt auch den anderen Fahrern empfehlen.“
Das Rennen endet dabei mit einem großen Knall: Eine Runde vor Schluss verliert George Russell auf Platz sieben hinter dem Aston Martin von Fernando Alonso die Geduld, rauscht erst in die Bande und stolpert dann über seinen eigenen Vorderreifen. Der Mercedes bleibt auf der Seite liegen – der GP endet unter virtuellem Safetycar.
Verstappens Bremse fängt Feuer
Ungewohntes Bild auch bei Red Bull: Nach einem gelungenen Start muss sich Max Verstappen in Runde zwei zunächst von Carlos Sainz überholen lassen. In Runde fünf entwickelt sein RB20 in Führung liegend hinten rechts Rauchsignale. Wenig später funkt der Holländer: „Feuer hinten rechts, meine Bremse!“ Die explodiert dann auch noch auf dem Weg in die Boxengasse. Verstappen stellt sein Auto ab, das erste Mal seit Australien 2022. In der Garage schüttelt er den Kopf: „Wie dumm!“

Max Verstappen muss mit einem Bremsdeffekt aufgeben.
Bild: F1 / X
In den Interviews löst er diese Aussage auf: „Ich befürchte, das Abrissvisier hat in der Bremsbelüftung festgesteckt. Ich konnte das Auto nicht richtig fahren und konnte auch sofort sehen, dass die rechte Bremse nicht funktioniert.“ Red Bull-Chefberater Helmut Marko wollte das nicht bestätigen: „In der Kurve, bevor Sainz Max überholte, hat sich die Bremse schon nicht mehr gelöst. In der Folge ging sie fest. Die genaue Ursache müssen wir noch eruieren.“
Wie gut der Red Bull ohne einen Max Verstappen am Steuer ist, kann sich Teamchef Christian Horner bei Sergio Perez anschauen. Der Mexikaner kommt über Rang fünf nicht hinaus und fährt im Durchschnitt eine halbe Sekunde langsamer als die Spitze.
Dazu Marko: „Da müssen wir in der Abstimmung schauen. Das ist nicht nur fahrerisch.“ Und weiter: „Max meinte, trotz dieser Bremsprobleme ist er das Tempo von Sainz relativ problemlos mitgegangen. Mit Max im Rennen wäre das anders ausgegangen.“
Hamilton mit Motordefekt
Auch für den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton setzt sich die Leidenszeit im aktuell stumpfen Silberpfeil fort. In Runde 17 verabschiedet sich sein Mercedes-Motor – Hamilton rollt aus und gibt sich bei den TV-Interviews einsilbig: „Ich habe es einfach genossen, in Australien zu sein. Ich denke, wir werden uns verbessern. Auch wenn das schwierig wird.“

Nico Hülkenbeg sichert sich zwei Punkte.
Bild: Haas
Der einzige Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, holt auf Rang neun erneut zwei Punkte. Der Emmericher profitiert dabei von der Haas-Stallregie, weil sein Teamkollege Kevin Magnussen (Platz zehn) ihn auf besseren Reifen durchwinken muss.
Formel 1 Grand Prix von Australien
Ergebnis
1. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 1:20:26,843 Std.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +2,366 Sek.
3. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +5,904
4. Oscar Piastri (Australien) – McLaren +35,770
5. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +56,309
6. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1:33,222
7. Yuki Tsunoda (Japan) – Racing Bulls +1:35,601
8. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin +1:40,992 Min.
9. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas +1:44,553
10. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas + 1 Rd.
11. Alexander Albon (Thailand) – Williams + 1 Rd.
12. Daniel Ricciardo (Australien) – Racing Bulls + 1 Rd.
13. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpine + 1 Rd.
14. Valtteri Bottas (Finnland) – Kick Sauber + 1 Rd.
15. Zhou Guanyu (China) – Kick Sauber + 1 Rd.
16. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine + 1 Rd.
17. George Russell (Großbritannien) – Mercedes + 2 Rd.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +2,366 Sek.
3. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +5,904
4. Oscar Piastri (Australien) – McLaren +35,770
5. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +56,309
6. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1:33,222
7. Yuki Tsunoda (Japan) – Racing Bulls +1:35,601
8. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin +1:40,992 Min.
9. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas +1:44,553
10. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas + 1 Rd.
11. Alexander Albon (Thailand) – Williams + 1 Rd.
12. Daniel Ricciardo (Australien) – Racing Bulls + 1 Rd.
13. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpine + 1 Rd.
14. Valtteri Bottas (Finnland) – Kick Sauber + 1 Rd.
15. Zhou Guanyu (China) – Kick Sauber + 1 Rd.
16. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine + 1 Rd.
17. George Russell (Großbritannien) – Mercedes + 2 Rd.
Ausfälle:
Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull (4. Rd.)
Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes (16. Rd.)
Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull (4. Rd.)
Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes (16. Rd.)
Formel 1: Fahrer-Wertung
Stand nach 3 von 24 Rennen
1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 51 Pkt.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 47
3. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 46
4. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 40
5. Oscar Piastri (Australien) – McLaren 28
6. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 27
7. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 18
8. Fernando Alonso (Spanien) – Mercedes 16
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 9
10. LEwis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 8
11. Yuki Tsunoda (Japan) – Racing Bulls 6
12. Oliver Bearman (Großbritannien) – Ferrari 6
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas 3
14. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas 1
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 47
3. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 46
4. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 40
5. Oscar Piastri (Australien) – McLaren 28
6. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 27
7. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 18
8. Fernando Alonso (Spanien) – Mercedes 16
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 9
10. LEwis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 8
11. Yuki Tsunoda (Japan) – Racing Bulls 6
12. Oliver Bearman (Großbritannien) – Ferrari 6
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas 3
14. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas 1
Konstrukteurs-Wertung
1. Red Bull 97 Pkt.
2. Ferrari 93
3. McLaren 55
4. Mercedes 26
5. Aston Martin 25
6. Racing Bulls 6
7. Haas 4
2. Ferrari 93
3. McLaren 55
4. Mercedes 26
5. Aston Martin 25
6. Racing Bulls 6
7. Haas 4
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