Formel 1: Boxengeflüster aus Australien

Formel 1: Autos noch schneller

Nur ein Team langsamer als 2017!

Der Australien-GP hat erstmals auch gezeigt, wie viel schneller die Formel-1-Autos 2018 geworden sind. Ein Team aber verliert auf 2017 sogar Zeit!
Die Formel 1 2018 ist noch schneller als 2017! Lewis Hamilton war im Qualifying mit 1:21,164 Minuten rund eine Sekunde flotter als bei seiner Poleposition 2017. Doch damit hat sich Mercedes deutlich weniger steigern können als viele andere Teams. Fünf Rennställe legten in der Qualifikation sogar mehr als eine Sekunde zu. Für denVergleich wird jeweils die Runde des schnellsten Fahrers einer Mannschaft gewertet.
Die größte Steigerung von 2017 auf 2018 hat Renault hingelegt – wie schon im Jahr zuvor übrigens. 1,9 Sekunden schneller waren die Franzosen im Qualifying. Um 1,8 Sekunden schneller ging es für McLaren, dank des Wechsels von Honda- auf Renault-Motoren. Anders als nach den problembehafteten Tests und auch den Freitagstrainings erwartet, hielten die Autos das Rennen durch: Fernando Alonso (Platz fünf) und Stoffel Vandoorne (Platz neun) kamen beide in die Punkte.
Von den drei Topteams hat sich Red Bull am meisten gesteigert: 1,6 Sekunden. Mercedes liegt im Bereich von einer Sekunde, Ferrari aber nur im Bereich von 0,6 Sekunden. Das erklärt auch, wieso Sebastian Vettel nach dem Sieg per Boxenfunk mahnte: „Das fühlt sich toll an, aber wir haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen.“

Toro Rosso verliert als einziges Team Rundenzeit gegenüber 2017

Überraschend ist auch: Das Haas-Team war in Melbourne gar nicht so viel schneller als im Vorjahr. Um 0,9 Sekunden zwar, aber sechs Teams legten sogar noch mehr zu. Romain Grosjean qualifizierte sich auch 2017 schon für Startplatz sechs.
Ein Rennstall wurde über den Winter sogar langsamer! Toro Rosso verlor 0,05 Sekunden, was auch dem Wechsel auf Honda-Motoren geschuldet ist. Die Japaner waren im Rennen außerdem nicht fehlerfrei: Pierre Gasly schied mit Motorschaden aus.
Im Rennen legten die Teams gegenüber 2017 auch zu. Die schnellste Rennrunde von Lokalmatador Daniel Ricciardo (1:25,945 Minuten) war rund eine halbe Sekunde flotter als die von Kimi Räikkönen 2017 (1:26,538). Die absolut schnellste Rennrunde ist inzwischen 14 Jahre alt: Michael Schumacher erzielte sie 2004 im Ferrari mit 1:24,125 Minuten. 
Rundenzeitenvergleich 2017/2018 Melbourne-Quali
1. Renault -1,9 Sekunden
2. McLaren-Renault -1,8 Sekunden
3. Sauber-Ferrari -1,7 Sekunden
4. Red-Bull-Renault -1,6 Sekunden
5. Force-India-Mercedes -1,1 Sekunden
6. Mercedes -1,0 Sekunden
7. Haas-Ferrari -0,9 Sekunden
8. Ferrari -0,6 Sekunden
9. Williams-Mercedes -0,2 Sekunden
10. Toro-Rosso-Honda +0,1 Sekunden

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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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