Es ist das beste Ergebnis in Mick Schumachers (22) noch junger Formel-1-Karriere. Und trotzdem kann der Deutsche mit Platz elf beim Formel-1-Saisonauftakt nicht zufrieden sein. Grund: Sein Teamkollege Kevin Magnussen (29) wurde Fünfter und damit bester Pilot, der keinen Ferrari, Red Bull oder Mercedes steuert.
Magnussen kam, sah und überraschte alle. Vor zwei Wochen war er bis zum Rauswurf des Russen Nikita Mazepin noch Sportwagen-Pilot, hatte gemeinsam mit seinem Vater Jan (ebenfalls ein ehemaliger F1-Pilot) die 24 Stunden von Le Mans auf dem Plan. In Bahrain stellte er den Haas auf Startplatz sieben, lieferte im Rennen eine solide Leistung ab und holte die ersten Punkte für Haas seit dem Eifel-GP 2020 (Romain Grosjean).
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Diese Heilsbringer-Qualitäten wurden im vergangenen Jahr immer Mick Schumacher nachgesagt, der seinen Teamkollegen Nikita Mazepin regelmäßig bügelte. Jetzt hat er es teamintern mit einem anderen Kaliber zu kämpfen – und er hat auch noch Pech. Von Platz zwölf am Start auf Rang zehn vorgefahren dreht Esteban Ocon den Sohn von Michael Schumacher einmal um die eigene Achse.
Kevin Magnussen steuerte seinen Haas auf den fünften Platz.

„Das Rennen war sportlich“, holt Mick im TV-Interview nach dem Rennen deshalb tief Luft. „Ich hatte gleich in der ersten Runde einen Kontakt, konnte den Dreher zum Glück elegant abfangen. Danach habe ich mir den Reifen eckig gebremst. Ich glaube, dass wir generell mehr Pace hatten. Kevin hat einen Riesenjob gemacht.“
Für Schumacher gilt nun: Mund abwischen und weitermachen. „Wir haben noch 22 Rennen vor uns, also 22 Möglichkeiten Punkte zu sammeln“, übt er sich in Optimismus. Sein Haas, der in der Szene aufgrund der engen Verbindungen zur Scuderia auch als „weißer Ferrari“ bezeichnet wird, hat definitiv Potential für mehr.
Deshalb nimmt auch Onkel Ralf Schumacher seinen Neffen bei Sky in Schutz. „In der Safetycar-Phase war er schon am Boxeneingang vorbei und konnte deshalb keine neuen Reifen holen, deshalb war er danach nur noch Opfer.“ Von Platz zehn wurde Schumi jr. bis auf Platz 13 durchgereicht, profitierte dann wie sein Teamkollege vom Red Bull-Doppelausfall.
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Ähnliche Sorgenfalten wie Mick Schumacher dürfte Sebastian Vettel zu Hause in der Schweizer Corona-Quarantäne haben. Er musste mit ansehen, wie sein Aston Martin sich als nicht konkurrenzfähig entpuppte. Lance Stroll belegte Rang zwölf, Ersatzmann Nico Hülkenberg Platz 17. Hinter ihm kam keiner mehr ins Ziel.
„Das war bisschen wie im wilden Westen“, sagt der Emmericher. „Am Start waren Autos überall. Dann habe ich mich verbremst und mein Rennen war gelaufen.“ Doch auch Hülkenberg weiß, dass Vettel es im AMR22 nicht leicht haben wird. „Ich glaube, da gibt es einige Bereiche, in denen wir arbeiten müssen“, deutet er an und will seinem Landsmann zumindest ein wenig Mut machen. „Wenn man hinten ist, gibt es überall Potential.“
Nico Hülkenberg wurde 17. in Bahrain.

Ob Vettel schon beim zweiten Rennen in Saudi-Arabien am kommenden Wochenende wieder in seinen grünen Renner steigt, ist noch offen. Durchhalteparolen kommen von Teamchef Mike Krack: „Unserem Auto fehlt ganz klar die Geschwindigkeit, aber wir werden alles tun schon in Saudi-Arabien eine bessere Show abzuliefern.“

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Von

Bianca Garloff