Irrer Technik- und Polit-Krimi zwischen Red Bull und Mercedes am Rande des GP Brasilien in Sao Paulo! Nach dem Qualifying am Freitagabend hat der Automobilweltverband FIA Unregelmäßigkeiten an Lewis Hamiltons Heckflügel festgestellt.
Der Abstand der beiden Heckflügelprofile überschreitet in geöffnetem DRS-Zustand den zulässigen Wert von 85 Millimetern. Das verringert den Luftwiderstand stärker als erlaubt und bringt damit einen Vorteil.
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Hamilton droht die Disqualifikation und ein Start ins Sprintrennen (Samstag, 20.30 Uhr) von ganz hinten. Ein Urteil der Rennstewards steht noch aus.
Doch das Kuriositäten-Kabinett rund ums Qualifying geht noch weiter: Auch Max Verstappens Verhalten nach dem Zeittraining wird untersucht. Der Red Bull-Star prüfte im Parc Fermée den Heckflügel seines WM-Rivalen und berührte den Mercedes dabei. Das ist offiziell nicht erlaubt – auch wenn Sebastian alias „Inspektor“ Vettel schon immer im Parc Fermée spionierte und dabei auch fremde Autos anpackte. Von einer Geld- über eine Startplatzstrafe scheint alles möglich.
Aber warum interessierte sich Verstappen überhaupt so sehr für den Heckflügel seines Gegners? Offenbar hatte Red Bull den Spoiler schon vor dem Qualifying im Visier, aber aus einem ganz anderen Grund.
Seit Silverstone fragt man sich, warum Mercedes am Ende einer Geraden immer noch mal an Tempo zulegt.
Seit Silverstone fragt man sich im Team des Energy-Drink-Giganten, warum Mercedes am Ende einer Geraden immer noch mal an Tempo zulegt. Diverse Theorien geistern durchs Fahrerlager und die Task Force, die das Team eigens dafür gegründet hat. Zuletzt vermutete man, dass Mercedes das gesamte Heck absenkt. In Brasilien ist Red Bull dem Rätsel anscheinend auf die Spur gekommen.
Der neueste Verdacht: Ab Tempo 260 klappt ein Element des Mercedes nach unten und verringert so den Luftwiderstand. Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko zu F1-Insider.com: „Das hat nichts mit der DRS-Unregelmäßigkeit zu tun, die jetzt untersucht wird. Es ist im Prinzip so ähnlich wie das, was sie uns in der ersten Saisonhälfte vorgeworfen haben.“ Damals hatte der Weltverband ab Baku die Regeln zur Flexibilität von Flügeln verschärft, Red Bull und einige andere Teams mussten ihre Heckflügel anpassen.
Dazu passt: Vorm Qualifying legte Red Bull der FIA entsprechende Beweise vor. Einen Protest im laufenden WM-Finale wollte man abwenden, dem Gegner auf FIA-Geheiß stattdessen die Chance zum Abrüsten geben, damit fortan mit gleichen Waffen gekämpft wird.
Wahrscheinlich waren die FIA-Techniker um Jo Bauer auch deshalb sensibilisiert und legten besonderen Wert auf den Check der Heckflügel.
Dabei fiel der zu große Abstand an Hamiltons Auto bei geöffnetem DRS auf. Mercedes argumentiert laut Red Bull mit einem Fabrikationsfehler. Denn Bottas Schwarzpfeil war legal – aber auch 5,5 km/h langsamer auf der Geraden.
Allerdings steht eben auch Max Verstappen wegen seiner Spionage im Parc Fermée am Pranger. Marko zu ABMS: „Das Unglaubliche ist, dass Mercedes jetzt behauptet, Max hätte Hamiltons Heckflügel mit seinen Fingern beschädigt.“
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Im Fahrerlager wird Verstappen deshalb schon als „Supermax“ oder „Max, der Stählerne“ bezeichnet.
Fest steht: Das WM-Duell gewinnt an Fahrt – auch politisch. Die Urteile werden am frühen Nachmittag deutscher Zeit erwartet.

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