Formel 1: Copygate um Racing Point

Renault will Protest zurückziehen

Überraschende Wende in der Kopieraffäre um Racing Point: Renault zieht die Berufung zurück.
Überraschendes Einlenken von Renault in der Kopieraffäre um den rosa Mercedes namens Racing Point RP20. Die Franzosen haben die FIA darum gebeten, ihre Berufung gegen die Strafe von Racing Point zurückzuziehen.
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Hintergrund: Racing Point wurde zu einem Abzug von 15 WM-Punkten und einer Geldstrafe von 400000 Euro verdonnert, weil die FIA nachweisen konnte, dass die hinteren Bremshutzen illegal von Mercedes kopiert wurden. Allerdings darf Racing Point mit dem sportlich illegal entstandenen Auto weiterfahren, weil es technisch legal ist.

Ferrari bleibt damit als einziges Team übrig, das offiziell in Berufung geht.

Für Renault war die Strafe zunächst nicht hart genug. Öffentlich prangerten auch McLaren und Williams fehlende Transparenz in der Kopieraffäre an. Ferrari legte gemeinsam mit Renault Berufung ein. Vorm Berufungsgericht sollte auch die Frage geklärt werden, was in Zukunft beim Kopieren erlaubt ist und was nicht. Besonders Red Bull wollte daraus Schlüsse für die Zusammenarbeit mit Schwesterteam Alpha Tauri ableiten.
Nun die überraschende Wende. Ferrari bleibt damit als einziges Team übrig, das offiziell in Berufung geht.
Der Automobil-Weltverband FIA hatte zuletzt neue Regeln angekündigt, das die Zusammenarbeit zwischen zwei Teams klar regeln und die Weitergabe sowie Nutzung von geistigem Eigentum in Form von Designs, Daten und Zeichnungen ausschließen soll.
Nikolas Tombazis, Monoposto-Chef der FIA: „Das wird die Teams davon abhalten, Fotos dafür zu nutzen, komplette Teile anderer Fahrzeuge so zu kopieren, wie Racing Point es getan hat. Wir werden es weiter akzeptieren, wenn einzelne Komponenten in begrenzten Gebieten kopiert werden. Aber wir wollen nicht, dass ein Auto als Ganzes quasi die Kopie eines anderen ist.“
Das reicht Renault plötzlich offenbar aus, nachdem die Franzosen seit Spielberg II nach jedem GP gegen Racing Point protestiert und die Klärung der Angelegenheit damit forciert hatten.
„Diese Sache war für die Integrität der Formel 1 sehr wichtig, sowohl für diese Saison als auch die nächsten“, heißt es in einem Statement des französischen Herstellers. „Allerdings hat eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der FIA, dem Renault-Team und allen Stakeholdern der Formel 1 konkrete Fortschritte mit sich gebracht, die DANN des Sports zu erhalten."
Und weiter: „Das wird über die sportlichen und technischen Regularien für die Formel-1-Saison 2021 erzielt, in denen konkrete Bedingungen genannt werden, um als Konstrukteur zu gelten. Unsere Priorität war, dieses strategische Ziel im Rahmen des neuen Concorde-Agreements zu erreichen. Die Kontroverse vom Saisonbeginn sollten wir so überwinden und uns auf den Rest dieser einzigartigen Saison konzentrieren.“

Fotos: Ferrari; Renault

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