Formel 1: Crash ist Wolffs Horrorszenario
Nach Abu Dhabi der große Trottel

Toto Wolff kann nachts nicht schlafen: Der Mercedes-Motorsportchef hat Angst vor einer Kollision seiner beiden Piloten beim großen WM-Finale in Abu Dhabi.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Den Konstrukteurstitel in der Formel 1 hat Mercedes schon seit Sotschi in der Tasche, die Fahrer-WM seit Austin. So sollte man meinen, dass Motorsportchef Toto Wolff nachts eigentlich ruhig schlafen kann. Doch den Österreicher plagen vor dem Finalrennen in zwei Wochen in Abu Dhabi Albträume. „Es verfolgt mich jeden Tag“, gibt Wolff angesprochen auf eine mögliche Kollision zwischen seinen beiden Fahren Lewis Hamilton und Nico Rosberg im entscheidenden Rennen zu. Bereits in Spa gerieten die Stallkollegen aneinander. Was, wenn das ausrechnet beim großen Finale vor den Augen der Welt erneut passiert? Wolff: „Ich habe davon nicht nur geträumt, sondern bin es zigmal durchgegangen: Was die möglichen Szenarien sind und was das für das Team, die Marke und die Fahrer bedeuten würde.“ Trotz der Angst vor dem internen Knall: An ein Senna-Prost-Szenario wie 1989 bei McLaren glaubt Wolff nicht wirklich.
Hart aber professionell

Nico Rosberg (l.) geht mit 17 Punkten Rückstand auf Teamkollege Lewis Hamilton (r.) ins letzte Rennen
Null-Fehler-Toleranz beim Finale
In diesem Punkt sieht der Motorsportchef daher vor allem sein eigenes Team in der Verantwortung und gibt für Abu Dhabi eine Null-Fehler-Toleranz als Richtlinie aus. „Keiner kann sich da einen technischen Defekt leisten. Wir wollen das sicherstellen, indem alle Teile für Abu Dhabi doppelt gecheckt werden und nur Komponenten mit wenig Laufleistung aufs Auto kommen. Wir müssen die Autos jetzt in der Fabrik in England einfach so gut wie möglich vorbereiten, um wirklich jede technische Störung auszuschließen.“ Doch selbst wenn ein Ausfall die WM entscheiden würde, findet Wolff: „Wer auch immer dann am Ende die meisten Punkte hat, ist ein verdienter und würdiger Champion. Wer den Titel hat, dessen Name steht in den Rekordbüchern. Und dann ist es wie es ist.“
Gibt keinen besseren Weltmeister

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