Es ist das verrückteste Rennen innerhalb eines Grand Prix. Die Boxenstopps laufen inzwischen im Bereich von zwei bis vier Sekunden ab. In der Zeit parkt der Fahrer das Auto zwischen der Boxencrew ein, die bockt das Auto auf, wechselt alle vier Reifen und der Pilot düst wieder los. Es sind zig Handgriffe, die perfekt funktionieren müssen. Manchmal ist ein schnellerer Boxenstopp rennentscheidend. Die Teams investieren daher Unsummen in die Entwicklung von eigenem Boxenequipment. 
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Es überrascht daher nicht, dass die drei Topteams auch die Boxenstopp-Wertung anführen. Seit 2015 vergibt DHL einen Award für die schnellste Boxenmannschaft. Das Prinzip ist einfach: Die zehn schnellsten Boxenstopps werden gemäß des normalen F1-Punkteschemas 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 mit Zählern versehen.
F1
Red Bull absolvierte am konstant schnellsten die Boxenstopps
Red Bull hat sich mit 466 Punkten durchgesetzt und Mercedes damit zumindest in dieser Wertung vom Thron gestoßen. In fünf Rennen hatte Red Bull den schnellsten Boxenstopp. Drei der zehn schnellsten Reifenwechsel der gesamten Saison gehen an die Bullen. Nur der schnellste Stopp des Jahres nicht. Den darf Ferrari verbuchen: Sebastian Vettel wurde beim Brasilien-GP in 1,97 Sekunden abgefertigt. Das ist nur 0,05 Sekunden langsamer als der absolute Boxenstopp-Rekord von 1,92 Sekunden, aufgestellt von Williams und Felipe Massa 2016. Da waren die Reifen aber weniger breit und damit weniger schwer – die Reifenwechsel also generell flotter.
Vorreiter im Mittelfeld bleibt Williams, 2017 noch Zweiter in der DHL-Wertung. Zwar ist das Traditionsteam auf Rang vier verwiesen worden, hatte aber immer noch drei der zehn schnellsten Boxenstopps 2018. Schlusslicht ist erstaunlicherweise ein Werksteam: Renault.
Die DHL-Boxenstopp-Wertung
1. Red Bull 466 Punkte 
2. Ferrari 403
3. Mercedes 354
4. Williams 257
5. Sauber 219
6. McLaren 140
7. Toro Rosso 133
8. Haas 73
9. Force India 44
10. Renault 32