Formel 1: Bilder vom Japan GP

Formel 1: Diskussion um Ferrari

Das steckt hinter dem zweiten Sensor

Ferrari ist seit Singapur deutlich hinter Mercedes zurückgefallen. Jetzt wird darüber spekuliert, dass ein zweiter Messsensor der Grund dafür sei. Das steckt dahinter.
War Ferrari in der ersten Saisonhälfte nur deshalb so stark, weil sie geschummelt haben? Kritikern der Roten mögen die jüngsten Entwicklungen entgegenkommen. Denn offenbar ist Ferrari durch einen zweiten FIA-Messsensor im Antrieb ausgebremst worden.
Worum geht es? Ferrari verwendet als einziger Hersteller einen Energiespeicher, der aus zwei Batterien gekoppelt wird. Mercedes und Renault hegten den Verdacht, dass die Scuderia so die Grenzwerte von vier Megajoule Energieabgabe und 120 Kilowatt Leistung (163 PS) umgehen konnte. Grundlage der Annahme waren GPS-Daten. Die zeigten, dass die roten Renner vor allem im Bereich zwischen 180 und 260 km/h im Vergleich zu den anderen Herstellern besonders gut beschleunigen. Der Automobilweltverband FIA hat aber keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Was lähmt Ferrari?

Allerdings: Zweifel blieben bei Mercedes und Renault. Möglicherweise wären die Testmöglichkeiten der FIA nicht gut genug. Daher wurde ein zweiter Messsensor eingebaut. Das bestätigte nun auch Ferrari-Rennleiter Maurizio Arrivabene bei „RTL“: „Die Anordnung unserer Batterien ist sehr komplex. Deshalb sind wir der Bitte der FIA nachgekommen. Wir wollen mit ihnen zusammenarbeiten und ihnen die Arbeit erleichtern. Deshalb haben wir den zweiten Sensor eingebaut.“
Arrivabene versichert aber: Mit dem Leistungseinbruch von Ferrari seit dem Singapur-GP habe das nichts zu tun. „In Singapur waren wir auf den Geraden schneller. In Russland lagen wir mehr oder weniger auf einem Niveau. Wir haben die Zeit vor allem in langsamen Kurven verloren“, so der Italiener. Die Probleme zuletzt in Singapur und Russland seien dagegen eher den Reifen geschuldet, die Ferrari nicht zum Arbeiten bringt, so Arrivabene. 
Kurios: Der Ferrari-Capo regte sich heftig darüber auch, dass die Öffentlichkeit überhaupt Wind vom zweiten Sensor bekommen hat und beschwerte sich über den Automobilweltverband FIA. Da bestreitet Rennleiter Charlie Whiting mittlerweile, dass es überhaupt einen zweiten Sensor gibt. Ferrari habe verändern müssen, wie sie mit ihrem Auto umgehen. Er könne aber nicht verraten, was. Kasperletheater Formel 1…

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Autoren: Michael Zeitler, Bianca Garloff

Fotos: Picture Alliance; Hersteller

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