Formel 1: Fahrerfeld 2017
Gewinner und Verlierer des Winters

Das Fahrerfeld für die Saison 2017 steht fest. Wer hat im Transferkarussell das goldene Los gezogen, wer sind die Verlierer am Fahrermarkt? Die Analyse.
Bild: Hersteller / Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Noch zwei Wochen, dann werden die ersten Formel-1-Autos für 2017 präsentiert. Der Transferwinter ist abgeschlossen. Vier Fahrer sind raus: Weltmeister Nico Rosberg, Ex-Champion Jenson Button, dazu Esteban Gutiérrez und Felipe Nasr. Rosberg und Button sind freiwillig gegangen, die anderen beiden sind die größten Verlierer am Transfermarkt.
Zwei Fahrer steigen auf: Stoffel Vandoorne (McLaren) bestritt 2016 bereits als Fernando-Alonso-Ersatz den Bahrain-GP. Lance Stroll (Williams) ist ganz neu – und mit 18 Jahren der zweitjüngste Debütant der Geschichte nach Max Verstappen. Vandoorne und Stroll bekommen ihre größte Formel-1-Chance. Sie sind Gewinner des Fahrerkarussells.
Dazu kommen fünf Piloten, die das Team wechseln. Davon bekommt Valtteri Bottas die Chance seines Lebens: Der Finne steigt ins WM-Auto von Nico Rosberg, wird Silberpfeil-Teamkollege von Lewis Hamilton. Bisher fuhr Bottas für Williams – wo der Trend nach unten zeigt: 2014 und 2015 noch Dritter, 2016 nur noch Fünfter. Nun nehmen auch McLaren und Renault Williams ins Visier. Das britische Traditionsteam kann als Privatmannschaft das finanzielle Wettrüsten der Top-Mannschaften nicht mitgehen.

Nico Hülkenberg ist erstmals Werksfahrer
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Der Wechsel von Nico Hülkenberg von Force India zu Renault wirft Diskussionen auf. Der Deutsche wechselte freiwillig vom viert- in den neuntbesten Rennstall. Doch Renault ist ein Werksteam mit Zukunftspotenzial. Force India dagegen ist mit Platz vier an der absoluten Maximalgrenze angekommen. Weiter geht es bei den aktuellen Rahmenbedingungen kaum – dafür fehlen die finanziellen Ressourcen. Trotzdem: Hülkenberg ist ein Verlierer des Transfermarkts. Sein Renault-Vertrag verhinderte einen möglichen Wechsel zu Mercedes.
Kevin Magnussen räumt für Hülkenberg seinen Platz bei Renault und wechselt zu Haas. Es war eine gute Entscheidung des Dänen: Bei Renault war die Stimmung zwischen dem Sohn des ehemaligen F1-Piloten Jan Magnussen und der Teamführung angespannt. Magnussen konnte sein volles Potenzial nicht abrufen. Bei Haas kann er nochmal neu durchstarten – und dort hat er auch einen Zweijahresvertrag erhalten.
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