Ferrari siegt wieder, aber nicht mit Sebastian Vettel!
Sein Teamkollege Charles Leclerc gewinnt den Großen Preis von Belgien in Spa von der Pole-Position vor Mercedes-Star Lewis Hamilton und dem zweiten Silberpfeil mit Valtteri Bottas.
Alle Resultate im Überblick: Das Rennergebnis hier
Das Finale wird dabei zum echten Krimi! Hamilton jagt den Ferrari, kommt bis auf 1,5 Sekunden ran - als Antonio Giovinazzi in der letzten Runde seinen Alfa in Pouhon in die Reifen feuert und gelbe Flaggen auslöst. Das rettet Leclerc seinen Premieren-Sieg.
"Ich habe gemischte Gefühle", sagt Leclerc. "Einerseits habe ich davon immer geträumt, andererseits ist es ein sehr trauriges Wochenende. Wir haben gestern einen Freund verloren. Deshalb widme ich diesen Erfolg Anthoine Hubert."
Ferrari
Fingerzeig nach oben: Leclerc denkt an Hubert
Der Monegasse holt damit den ersten Ferrari-Triumph des Jahres - und das ausgerechnet an einem Wochenende, an dem Formel-2-Pilot Hubert in Spa ums Leben kommt. "Wir sind zusammen aufgewachsen. Mein erstes Gokart-Rennen überhaupt, da ist er auch mitgefahren, genauso wie Esteban (Ocon; d. Red.) und Pierre (Gasly; d. Red.). Deshalb kann ich meinen ersten Sieg heute nicht genießen", sagt Leclerc.
Teamkollege Vettel dagegen wird nur Vierter. Der Deutsche hatte das ganze Rennen lang Probleme mit seinen Pirelli-Pneus, machte einen Stopp mehr als die Spitze und degradierte sich bei Ferrari so selbst zur Nummer zwei. Der Hesse musste Leclerc nicht nur vorbeilassen, sondern wurde zwischenzeitlich auch als Bremsklotz gegen Hamilton eingesetzt.
Der aktuelle WM-Stand: Hamilton baut Vorsprung aus
Dramatisch: McLaren-Pilot Lando Norris liegt unter der Regie des Deutschen Andreas Seidl bis zur letzten Runde auf Rang fünf, muss seinen organen Renner dann mit Technikproblemen bei Start-Ziel abstellen. Alex Albon schafft es in seinem ersten Rennen für Red Bull so auf Rang fünf.
Der Deutsche Nico Hülkenberg wird im Renault Achter.

Das Rennen im Überblick:

Schrecksekunde am Start: Max Verstappen will innen an Kimi Räikkönen vorbei und kollidiert mit dem Alfa. Dabei hat seine Lenkung etwas abbekommen. Verstappen fährt trotzdem weiter und fliegt in Eau Rouge frontal in die Reifenstapel. Safety-Car.
Vettel hat indes seinen zweiten Platz kurz an Lewis Hamilton verloren, holt sich die Position hinter Teamkollege Leclerc aber auf der Kemmel-Geraden wieder zurück.
Kleines Missgeschick von Vettel beim Restart: Vor La Source verbremst sich der Deutsche, Leclerc kann sich so ein erstes Polster verschaffen. Hamilton dagegen macht von hinten Druck.
In Runde 16 holt Ferrari Vettel an die Box, um Hamilton zu covern. In der Folge ist er klar der schnellste Mann im Feld, fährt auf Rang vier rund eine Sekunde schneller als die Spitze und hat seinen Rückstand auf 15 Sekunden verkürzt.
Red Bull
Aufhängung kaputt: Max Verstappen schied früh aus
In Runde 21 kommt auch Leclerc zum Reifenwechsel, einen Umlauf später Hamilton. Hinten links klemmt's, der Brite steht 3,6 Sekunden. Zu Leclerc, der nun vier Sekunden hinter Vettel hängt, sagt die Ferrari-Crew indes am Funk: "Du bist jetzt zwar hinter Vettel, aber mach dir keine Sorgen, es wird alles gut sein am Ende des Rennens."
Mittlerweile fährt Leclerc eine Sekunde schneller als sein deutscher Teamkollege Vettel. In Runde 26 ist es soweit: Vettel bekommt die Ansage seinen Teamkollegen vorbeizulassen. Begründung: Strategisch wurde er mit dem Undercut bevorzugt. Vettel macht auf Start-Ziel brav Platz. Danach merkt er an, dass seine Reifen nicht bis zum Ende durchhalten werden.
Seine Aufgabe nun: Hamilton aufhalten. Der Brite hat nur noch 1,1 Sekunden Rückstand. Leclerc setzt sich an der Spitze wieder ab.
Runde 32: Hamilton ringt Vettel auf der Kemmel-Geraden nieder und jagt jetzt Leclerc. Vettel dagegen bekommt schon wieder Druck von hinten, diesmal ist Bottas am Zug. Vettel verzichtet auf die Schmach erneut kassiert zu werden, kommt an die Box und ziehe neue weiche Reifen auf.
Der Deutsche muss jetzt 20 Sekunden auf Bottas aufholen, hat im Ziel aber immer noch 13 Sekunden Rückstand. Hamilton kommt an der Spitze dagegen immer näher ran an Leclerc, aber nicht mehr vorbei. Giovinazzis Unfall und gelbe Flaggen sichern Leclerc endgültig seinen ersten Sieg.

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