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Formel 1: FIA-Urteil zu Racing Point

Reaktionen zu Copygate: „Eine Störung im System“

Die FIA stößt mit ihrem Urteil im Fall Racing Point auf wenig Verständnis. Das sind die Reaktionen
Das Urteil der FIA im Fall Copygate ist ein mittelschwerer Skandal. Klar ist nun: Der Designprozess der hinteren Bremshutzen war illegal. Racing Point hat Trotzdem darf das Team weiter damit fahren. Weil die sportlichen Regeln gebrochen werden und nicht die technischen.
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Es ist ein Pyrrhussieg für Racing Point, denn die Front der Gegner wächst. „Wir werden diese Angelegenheit prüfen und dabei berücksichtigen, dass der offensichtlich erlangte Vorteil über die gesamte Saison bestehen bleibt, und es handelt sich dabei um einen sehr großen Vorteil“, sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul."Das ist ein Schock im System, eine Störung.“

Die FIA stößt mit ihrem Urteil im Fall Racing Point auf wenig Verständnis

McLaren-Boss Zak Brown bezeichnet Racing Points Ausrede, man habe die Bremshutzen anhand von Fotos nachgebaut, als „BS" (Bullshit). Brown: "Wie die Bremsbelüftungen am Auto ankamen, wurde als illegal erachtet. Es muss für die Zukunft geklärt und bereinigt werden, dass man eine sportliche Vorschrift verletzen, sich aber von der technischen Vorschrift distanzieren kann. Sie fahren weiter mit einem unfairen Vorteil.“
Der US-Amerikaner geht noch einen Schritt weiter: „Man muss jetzt alles andere rund um dieses Auto in Frage stellen. Das ist möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs. Ich glaube nicht, dass es für den Sport gesund ist, wenn der Konstrukteur eine Strafe bekommt, aber die Fahrer nicht. Ich bin sicher, die FIA wird das weiter untersuchen. Wir wissen jetzt, dass die Bremsleitungen illegal sind, aber woher wissen wir, dass die Balance des Autos nicht illegal ist?“
Für Red Bull geht es um eine Grundsatzentscheidung in der Formel 1. Teamchef Christian Horner: „Es geht darum, ob man ein Auto kopieren und nachbauen kann. Wenn man das kann, dann eröffnet das die Frage, warum wir nicht dasselbe mit Alpha Tauri im nächsten Jahr tun sollten. Wenn wir Kundenautos haben wollen, dann sind sie aber auch kein Konstrukteur und sollten keine Zeit im Windkanal und auch nicht die finanziellen Vorteile, die man als Konstrukteur hat.“
Der Brite prognostiziert weitere Proteste. "Wir haben jetzt das Urteil, und es braucht mehrere Anwälte, um es zu verstehen. Wir haben gehört, dass Renault möglicherweise Berufung einlegen könnte, da sie die Strafe nicht für drakonisch genug halten - daher verfolgen wir es offensichtlich mit großem Interesse.“

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Fotos: Racing Point

Stichworte:

F1 Racing Point

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