Formel 1: Force India darf starten
Die Folgen des Force-India-Krimis

Force India heißt fortan 'Racing Point Force India'. Das umstrukturierte Team darf schon ab Spa starten - verliert aber alle bisherigen WM-Punkte!
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Der Krimi um Force India ist vorerst beendet. Das Team darf unter dem Namen „Racing Point Force India“ für den Rest der Saison an den Start gehen. Heißt aber auch: Das Rosa-Team verliert alle WM-Punkte aus den bisherigen Rennen - und damit auch erhebliche Summen TV-Geld.
Aber der Reihe nach. Was ist passiert? Nach dem Verkauf an eine Investorengruppe um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll vor zwei Wochen stellten sich einige Teams quer. Das Problem: Stroll hätte eigentlich die Gesamt-Gesellschaft kaufen müssen, die Force India betreibt. Das war in der Kürze der Zeit aber nicht möglich. Unter anderem, weil mehrere indische Banken, bei denen "Vorbesitzer" Vijay Mallya in der Kreide steht, den Deal nicht ohne längere Prüfung abgenickt hätten.

Force India hat die erste Hürde geschafft, darf starten
Force Indias bisheriger Geschäftsführer Otmar Szafnauer wird seine Rolle behalten und zusätzlich als Teamchef fungieren. Von Vize-Teamchef Robert Fernley hat sich der neu formierte Rennstall indes getrennt.
Der Force-India-Skandal hat aber weitere Folgen, besonders was den Fahrermarkt betrifft. Gibt es eine Einigung, kommt das "Fahrer-wechsel-dich-Spiel" ins Rollen. Das sind die Betroffenen:

Gute Laune: Sergio Perez darf wohl im Team bleiben
LANDO NORRIS: Der McLaren-Junior wird am Freitag in Spa für McLaren testen. Bis 30. September hat McLaren Zeit, ihm einen Formel-1-Platz zu garantieren. Egal wo. Ansonsten ist er frei. Tendenz: Wenn Norris bei den Tests überzeugt, wird McLaren die Option ziehen und ihn 2019 an der Seite von Carlos Sainz fahren lassen. Ansonsten ist er eine Option für Toro Rosso, wo Jean-Eric Vergne nach Aussage der Verantwortlichen keine Rolle spielt.
Bleiben die Ferrari-Junioren Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi. Leclerc, der sich lange Zeit Hoffnungen auf einen Ferrari-Platz 2019 gemacht hatte, wird Sauber - so erfuhr ABMS - definitiv verlassen und wohl Romain Grosjean beim Ferrari-Team ersetzen. Giovinazzi streitet sich mit Vandoorne um das dadurch freie Sauber-Cockpit.
Service-Links
















