Formel 1: Großer Preis von Australien in Melbourne
Traumstart für Vettel

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Der Vettel-Finger ist wieder da. Der Formel-1-Weltmeister zeigte gleich im ersten Saisonrennen, wo es langgeht. Für Michael Schumacher hätte es dagegen nicht schlechter laufen können.
(dpa/sb) Liebesbekundung und Streicheleinheiten für"Kinky Kylie", Pizza und Bier für die Mechaniker: Weltmeister Sebastian Vettel ist gleich zum Auftakt der Mission Titelverteidigung allen auf und davongerast. Während der Red-Bull-Pilot am Sonntag (27. März) mit seinem ersten Formel-1-Sieg in Australien allen Grund zum Feiern hatte, herrschte bei Kumpel Michael Schumacher und dem Mercedes-Team Enttäuschung auf ganzer Linie. Der 42 Jahre alte Rekordchampion und sein Stallrivale Nico Rosberg schieden nach nicht mal der Hälfte des ersten Laufs der neuen Saison mit ihren lahmen Silberpfeilen aus.
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Sebastian Vettel siegt beim ersten Formel 1-Rennen 2011 in Melbourne souverän mit einem Start-Ziel-Sieg.
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Bereits in der ersten Kurve kann sich Vettel absetzen. Zweiter wurde Lewis Hamilton vor Witali Petrow im Lotus Renault.
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Schumi abgeschossen
Für mögliche Reserven blieb Schumacher gar keine Zeit mehr, nachdem ihm Jaime Alguersuari mit seinem Toro Rosso ins Heck des Mercedes gefahren war. Schumacher fiel ans Ende des Feldes zurück und musste nach nicht mal einem Drittel des Rennens die ersten Überrundungen über sich ergehen lassen. Chancenlos und frustriert stellte der 42-Jährige, der nach seiner Testbestzeit vor dem WM-Start schon als Siegkandidat gehandelt worden war, seinen beschädigten Silberpfeil in der Garage ab: "Irgendwann hat das Team dankenswerterweise gesagt, das hat keinen Sinn mehr.“ Als wäre das Wochenende für die Silbernen nicht schon düster genug gewesen, musste unmittelbar danach auch noch Rosberg den MGP W02 im Gras parken. "Außer Spesen nichts gewesen", meinte Motorsportchef Norbert Haug. Ursache für das Rosberg-Aus war ebenfalls ein Crash. Dem Wiesbadener fuhr Rubens Barrichello völlig unnötig ins Auto. "Ich habe nicht erwartet, dass da noch was kommt. Dann kam ein Schlag von hinten und das war's", meinte Rosberg.
Vettel auch ohne KERS übermächtig
Mit Kalkül und einem ebenso zuverlässigen wie pfeilschnellen Wagen fuhr Vettel dagegen den Sieg im ersten von 19 geplanten WM-Läufen ein. Infrage stand sein erster Erfolg in "Down Under" praktisch zu keiner Zeit. Die Boxenstopps klappten perfekt. Auf der Strecke leistete sich der listige Hesse keinen Fehler. "Es war ein bisschen das Rennen ins Ungewisse, weil man nicht wusste, was einen erwartet. Es ist uns gut gelungen", stellte Vettel fest. "Das ist ein guter Start, was die Beziehung angeht", fügte er über sich und seine "Kinky Kylie" schmunzelnd hinzu. Dass er bei seiner Demonstrationsfahrt nicht einmal der Energierückgewinnungssystem KERS benutzte (pro Runde für 6,7 Sekunden zusätzliche 82 PS), muss seinen Verfolgern indes wie ein verfrühter April-Scherz vorkommen.
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