Für Mick Schumachers Haas-Team wird der Große Preis von Russland an diesem Wochenende in Sotschi zum Highlight der Saison. Grund: Für Hauptsponsor Uralkali und Nikita Mazepin ist es das Heimrennen. Auch Teamchef Günther Steiner weiß: „Sein Zeitplan ist voll, die Aufmerksamkeit, die er in Russland bekommt, groß. Das wird ein herausforderndes Wochenende für ihn sein.“
Dazu kommt: Offenbar will das US-Team beim heimischen Auswärtsspiel in Russland die Fahrerpaarung für 2022 bestätigen. Dabei gibt es keinen Zweifel: Mick Schumacher und Nikita Mazepin werden auch im kommenden Jahr für Haas ins Lenkrad greifen.
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Damit wird das knallhart geführte Teamduell fortgesetzt. Sowohl verbal als auch auf der Strecken gerieten Mazepin und Schumacher in diesem Jahr immer wieder aneinander. Zuletzt in Monza schickte der Russe den Deutschen erneut in einen Dreher. Dafür hat er sich zwar entschuldigt, das Grundproblem aber bleibt.
„Es ist auf jeden Fall versöhnlicher als zuvor“, sagt Sky-Experte Ralf Schumacher. „Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass er mit aller Gewalt zeigen will: ‚Ich bin besser als Mick (Schumacher, Anm. d. Red.), die Kritik an mir und an meiner Person als Rennfahrer ist falsch.“
Nikita Mazepin fährt am Wochenende seinen Heim-GP.
Schumacher bleibt dabei: „Für mich ist er immer noch überfordert. Bei vielen Dingen sieht man, dass er noch nicht gewachsen ist, dass er noch zu viele Probleme mit dem Auto hat. Er hat die Situation einfach noch nicht richtig im Griff.“
Dabei fehle es nicht an grundsätzlichem Talent, so Ralf Schumacher. „Mazepin hat in der Formel 2 unter Beweis gestellt, dass er Auto fahren kann. Das Problem ist nur seine Herangehensweise“, urteilt der sechsmalige GP-Sieger. „Mick geht sehr abgeklärt und ruhig heran. Die Ingenieure haben von vornherein gesagt, dass er die Zusammenhänge verstanden hat, dass er daran arbeitet, dass er sich schneller entwickelt als angenommen und dass man eine Menge Potenzial sieht. Das zehrt natürlich auch am anderen Fahrer.“
Das wiederum ergebe einen Teufelskreis, so der Onkel von Mick. Schumacher: „Deswegen versucht er es mit der Brechstange. Bei diesem Auto heißt Brechstange aber sehr schnell, dass man sich dreht, weil das Auto kritisch zu fahren ist. Und das ist das Problem. Wenn er sich die Zeit gibt, die er ja hat, weil er als Personalie nicht in Frage gestellt wird, dann hat er auch das Potential.“
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Fest steht: Einen neuen Vertrag wird Mazepin bekommen. Das Heimrennen in Russland wird mit all der Aufmerksamkeit seiner Landsleute aber zur nächsten Feuerprobe.

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