Formel 1: Die besten Bilder aus Monza

Formel 1: Hamilton gewinnt Italien GP

Vettel und Hamilton crashen

Lewis Hamilton siegt in Monza. Am Start kollidiert der Mercedes-Star mit WM-Rivale Sebastian Vettel, ringt danach auch Kimi Räikkönen nieder.
Lewis Hamilton ist in Monza einmal mehr der Partyschreck: Der Mercedes-Star gewinnt beim Ferrari-Heimspiel und baut seine Führung in der WM aus. Partycrasher Hamilton: Erst kollidiert der Brite in Kurve zwei mit Sebastian Vettel, dann versaut er Kimi Räikkönen mit einem Überholmanöver acht Runden vor Schluss den lang ersehnten ersten Sieg in seiner zweiten Ferrari-Karriere.
Alle Zeiten und Zahlen: Ergebnisse im Überblick
"Ich bin sehr happy. Das war ein kleines Wunder heute vor den kritischen Zuschauern und Ferrari-Fans, mit so viel Druck im Nacken", jubelt Hamilton über seinen 68. Grand-Prix-Sieg. "Es ging auch heute wieder so eng zwischen uns und Ferrari zu. Deshalb ging es darum, wer die wenigsten Fehler macht und am besten nach den Reifen schaut." Einen speziellen Dank richtet der WM-Leader an Teamkollege Bottas: "Valtteri hat seinen Stint ausgedehnt, das war tolles Teamwork heute."

Ferrari-Frust: Die rote Führung hält nicht bis ins Ziel

Heißt übersetzt: Mercedes setzt Bottas mal wieder als Bremsklotz gegen Ferrari ein. Räikkönen verliert dadurch nach seinem Boxenstopp Zeit. Das hilft Hamilton, um den Rückstand zu verkürzen - und am Ende auf frischeren Reifen am Ferrari-Finnen vorbeizuziehen.
Pole-Mann Räikkönen muss sich schließlich mit Rang zwei begnügen. "Tut mir leid für all die Tifosi, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat. Am Ende sind mir leider die Reifen ausgegangen", so Räikkönen.
Teamkollege Vettel startet nach dem Crash mit Hamilton in Runde eins von ganz hinten eine Aufholjagd, wird noch Vierter. In der WM verliert der Ferrari-Star aber trotzdem weiter Boden auf Hamilton.
Auch mental. Denn wieder bekommt Hamilton die Chance gegen Vettel zu sticheln: "Ich war schon in Kurve eins überrascht, dass Seb nach links gegangen ist, da haben wir uns bereits leicht berührt. In Kurve zwei hat er sich dann wieder für die Innenseite entschieden, dadurch war außen Platz. Das war meine Möglichkeit und ich habe sichergestellt, dass ich weit genug vorne war."
"Keinen Platz gelassen": Das sagt Vettel zum Crash

Gegen die Fahrtrichtung: Vettel als Geisterfahrer

Hamilton gibt aber auch zu: "Ich dachte, es ist noch Platz zwischen uns, aber dann hatten wir Kontakt. Es war ein Rennunfall. Zum Glück gab es bei mir kaum Schaden, nur das Heck war danach etwas wackelig." Silberpfeil-Teamkollege Bottas darf als Dritter mit aufs Podium, wird aber genauso wie der Sieger von den Ferrari-Fans ausgebuht.
Red-Bull-Shootingstar Max Verstappen beendet das Rennen noch hinter Vettel als Fünfter, weil er nach einer Kollision mit Bottas fünf Strafsekunden bekommt. Sein Teamkollege Daniel Ricciardo fällt früh mit einem Defekt an der Kupplung aus. Einen gebrauchten Tag erlebt auch Nico Hülkenberg. Vom letzten Startplatz aus wird der Renault-Fahrer am Ende 14.

So lief das Qualifying:

Roter Jubel in Monza! Doch nicht Sebastian Vettel sondern Teamkollege Kimi Räikkönen lässt die Tifosi am Samstag im Qualifying feiern. Im stolzen Rennfahreralter von 38 Jahren rast der Finne beim Ferrari-Heimspiel auf die Pole, seine erste seit Monaco 2017 und die 18. in der Karriere des 'Iceman'.
Alle Zeiten und Zahlen: Ergebnisse im Überblick
"Es ist zwar erst die halbe Miete, aber gibt natürlich keinen besseren Platz, um auf Pole zu stehen als hier vor all den Tifosi", freut sich Räikkönen. "Ich hoffe morgen läuft auch alles glatt und wir halten die Positionen", so der Finne. Teamkollege Vettel macht als Zweiter die rote erste Startreihe in Italien perfekt.

Die Top-3 im Quali: Vettel, Räikkönen und Hamilton

"Die Unterstüzung hier an der Strecke ist unglaublich", freut sich Vettel über "ein gutes Teamergebnis. Es ist toll, beide Autos beim Heimspiel vorne zu haben." Neben einem lachenden hat Vettel aber auch ein weinendes Auge: "Mit meiner letzten Runde bin ich nicht ganz zufrieden - sie war okay, aber nicht besonders gut."
Trotz Ferrari-Doppelpole: Darum ist Vettel sauer
Um vor WM-Rivale Lewis Hamilton zu landen, der bis zur letzten Minute in Q3 die provisorische Pole hält, reicht es aber trotzdem. Der Brite muss sich Vettel um 14 Tausendstel geschlagen geben. "Es unglaublich eng zwischen uns, aber Ferrari war schon das ganze Wochenende diese kleine Bisschen vorne", so der Titelverteider. "Wir haben alles gegeben - das werden wir auch morgen tun", gibt Hamilton den Kampf um den Sieg noch nicht auf.
Startplatz vier geht Valtteri Bottas im zweiten Mercedes, der noch vor Red-Bull-Star Max Verstappen losfährt. Dessen Teamkollege Daniel Ricciardo streicht, genauso wie Nico Hülkenberg (Renault), schon in Q2 freiwillig die Segel, setzt keine Zeit - beide starten nach Motorwecheln ohnehin vom Ende des Feldes. In Hülkenbergs Fall kommt noch die Strafe für den Startcrash in Spa obendrauf.

So lief das Abschlusstraining:

Sebastian Vettel geht als Favorit auf die Pole-Position ins Qualifying von Monza (15.00 Uhr, RTL und F1 TV). Der deutsche Ferrari-Star erzielt im Abschlusstraining zum Ferrari-Heimspiel am Samstagmittag mit einer Zeit von 1:20.509 die Bestzeit - dabei liegt Vettel um den Hauch von 0,081 Sekunden vor WM-Rivale Lewis Hamilton im Silberpfeil.
Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen belegt mit etwas weniger als zwei Zehnteln Rückstand Rang drei, vor Valtteri Bottas im zweiten Mercedes - dem Finnen fehlen allerdings schon über sechs Zehntel zur Spitze. Max Verstappen rundet die Top-5 ab.
Der deutsche Renault-Pilot Nico Hülkenberg kommt kanpp zwei Stunden vor dem Zeittraining nicht über den 19. und vorletzten Rang hinaus - wegen seiner Strafe für den Startcrash in Spa und einem Motorwechsel startet Hülkenberg in Italien aber ohnehin von ganz hinten.

Mega-Crash in Monza:

Schockmoment in Monza: Mega-Abflug von Marcus Ericsson im Sauber! Bei der Anfahrt zur ersten Schikane schließt das DRS am Sauber des Schweden nicht. Jenseits der 300 km/h verliert Ericsson die Kontrolle über sein Auto, knallt links in die Begrenzungsmauer - die Räder reißen beim Einschlag ab, der Sauber überschlägt sich mehrfach in der Gras-Auslaufzone von Turn 1.
Der Mega-Crash hier im Video!

Der völlig zerstörte Sauber von Marcus Ericsson

Nach gerade einmal zwei Minuten wird die Trainingssitzung mit der roten Flagge unterbrochen. Während das Halo am Sauber erneut deutliche Kratzspuren aufweist, wie schon bei Teamkollege Charles Leclerc nach dem Startcrash in Spa, steigt Ericsson unverletzt aus.
Nach einem kurzen Check im Streckenkrankenhaus läuft der Crash-Pilot unter dem Applaus der Zuschauer durch die Boxengasse zurück zu seinem Team. Überholt wird er dabei vom Abschleppwagen, der die Reste seines zerstörten Autos zu den Sauber-Mechanikern bringt.
Der spektakuläre Ericsson-Crash in Bildern:

Formel 1: Die besten Bilder aus Monza

Nach 20 Minuten Unterbrechung kann das Training in Monza dann endlich starten - schon am Vormittag haben die Fahrer wegen des Regens viel Zeit auf der Strecke verloren. Am Nachmittag aber bleibt es trocken.
Alle Zeiten und Zahlen: Ergebnisse im Überblick

Vettels kleiner Kiesbett-Ausflug geht glimpflich aus

Ferrari ist bei diesen Bedingungen am schnellsten: Sebastian Vettel beendet die Session als Erster, muss davor aber eine kleine Schrecksekunde in der Parabolica überstehen. Nach einem Dreher landet er im Kiesbett, befreit sich aus diesem aber selbst wieder. Mit einer Zeit von 1:21.105 Minuten liegt Vettel am Ende 0,270 Sekunden vor Teamkollege Kimi Räikkönen.
Nur 17 Tausendstel hinter Räikkönen sortiert sich WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes ein. Teamkollege Valtteri Bottas hat auf P4 schon 0,7 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Dritte Kraft ist am Freitag Red Bull mit Max Verstappen und Daniel Ricciardo auf den Plätzen fünf und sechs. Der Deutsche Nico Hülkenberg beendet die Session im Renault als Zehnter.

So lief das Auftakttraining:

Nasser Auftakt im königlichen Park zu Monza: Auf der Traditionsstrecke in Norditalien kommen Sebastian Vettel und Co. am Freitagvormittag nicht viel zum Fahren. Der deutsche Ferrari-Star dreht sogar nur vier Runden, liegt damit am Ende auf Platz 17. Zwei Umläufe mehr fährt Titelrivale Lewis Hamilton auf Rang elf, direkt hinter Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas.
Die Bestzeit schnappt sich in letzter Sekunde auf abtrocknender Piste Sergio Perez im Force India, verdrängt damit zum Ärger der bereits zahlreich erschienenen Tifosi Ferrari-Star Kimi Räikkönen von Platz eins. Mit satten 28 Runden ist der Finne aber immerhin klarer Rundenkönig der ersten Trainingssession.
Dritter wird zum Auftakt Esteban Ocon (Force India) vor den vier Autos aus dem Red-Bull-Kader: Brendon Hartley (Toro Rosso), Daniel Ricciardo (Red Bull), Pierre Gasly (Toro Rosso) und Max Verstappen (Red Bull). Letzterer sorgt früh in der Session für eine kleine Schrecksekunde, dreht sich ausgangs der Parabolica, schlägt aber nirgends an und kann weiterfahren.
Nico Hülkenberg beendet die Session als Neunter, eine Position hinter Renault-Teamkollege Carlos Sainz. Der Deutsche muss in Monza am Wochenende zehn Startplätze zurück - die Strafe für seinen Startcrash zuletzt in Spa.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / F1

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.