Formel 1: Hamilton holt Hockenheim-Pole
Ferrari-Drama beim Vettel-Heimspiel

Technik-Frust bei Ferrari: Defekte bei Sebastian Vettel und Charles Leclerc zwingen die Scuderia in die Knie. Lewis Hamilton fliegt zur Hockenheim-Pole.
- Frederik Hackbarth
Das Jahr 2019 entwickelt sich immer mehr zur Seuchensaison für Sebastian Vettel: Ausgerechnet bei seinem Heim-Qualifying in Hockenheim scheidet der Deutsche mit einem Turbo-Problem am Ferrari schon in Q1 aus. Riesen Enttäuschung für die Fans: Vettel kommt nicht mal aus der Box, kann keine Runde drehen - und startet am Sonntag als 20. und Letzter!
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Vettel: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Der Turbo ist eingegangen und das hieß game over. Es ist sehr bitter, das Auto war großartig und wir haben eine große Chance vertan. Ich hoffe, wir kriegen morgen noch eine.“ Fürs Heimrennen wirft Vettel die Flinte noch nicht ins Korn, bleibt positiv: „Ich freue mich aufs Rennen, aber es wäre natürlich netter gewesen vorne zu starten und nicht ganz hinten.“

Nächste Pole: WM-Leader Hamilton nicht aufzuhalten
Pünktlich zur 125-Jahre-Motorsport-Feier von Mercedes können die Silberpfeile jubeln - denn Ferraris Attacke bleibt aus: nicht nur Vettel, auch der andere Ferrari von Charles Leclerc macht in Q3 mit einem Problem am Benzinsystem schlapp. Der Monegasse muss, wie sein Teamkollege früher im Qualifying, mit einem technischen Defekt und ohne gefahrene Runde aussteigen, startet nur als Zehnter. Einfach bitter: in allen drei Hockenheim-Trainings war Ferrari vorne gewesen.
Ex-Weltmeister Nico Rosberg fühlt vor allem mit Vettel: „Da hat das Auto schon mal das Potenzial für Pole, es ist auch noch sein Heimrennen und dann passiert sowas. Gerade, wenn man dachte, es geht nicht schlimmer, gibt es den nächsten Schlag in die Magengrube - auch wenn es diesmal nicht sein Fehler ist.“
Besser läuft das Heim-Qualifying für den anderen Deutschen im Feld: Nico Hülkenberg wird im Renault Neunter, schlägt dabei seinen Teamkollege Daniel Ricciardo (P13). Für die deutschen F1-Fans ist das nach dem großen Vettel-Frust am Samstag aber nur ein kleiner Trost.
Ex-Champion Rosberg macht ihnen trotzdem Hoffnung auf eine Vettel-Aufholjagd im Rennen: „Sebastian wird sich sammeln und dann wieder angreifen. Er ist ein Kämpfer und wenn es morgen regnet, dann kann er hier ein gutes Comeback schaffen.“
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