Alles begann mit einem Formel-1-Test nach dem Imola-GP. Lewis Hamilton rückte mit den 18-Zoll-Reifen von Pirelli aus, die 2022 erstmals zum Einsatz kommen werden. Hamilton bei einem Test? Hat Michael Schumacher keinen möglichen Testtag verstreichen lassen, so meidet Hamilton die langweiligen Probefahrten in der Regel. Eigentlich.
„Ich melde mich nie freiwillig für Tests“, bestätigt der Brite und räumt gleichzeitig ein: „Das war einer der ersten, für die ich mich freiwillig gemeldet habe. Als ich dann am Morgen des Testtags aufwachte, bereute ich das schon wieder. Spaß beiseite: Imola ist eine tolle Strecke, auf der das Testen Spaß macht, und das Wetter war auch gut. So habe ich den Tag genossen.“
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Aber warum war Hamilton dieser Test so wichtig? „Ich plane, auch nächstes Jahr hier zu sein. Daher will ich Teil der Entwicklung sein und Pirelli dabei helfen, ein besseres Produkt zu entwickeln“, enthüllt der siebenmalige Weltmeister.

Hamilton hat eine Mission

Das überrascht: Die Vertragsverhandlungen mit Mercedes im Winter zogen sich bis ins Jahr 2021, der Kontrakt wurde gerade mal um ein Jahr verlängert. Nicht wenige hatten das Gefühl: Es wird eine Abschiedssaison für Hamilton, in der er seinen achten Titel holen und Michael Schumacher damit endgültig übertrumpfen will. Doch das Rennfeuer in Hamilton lodert auch mit 36 Jahren noch.
Grund eins: Das Mega-Duell mit Max Verstappen fixt Hamilton wieder richtig an. Der Mercedes-Star: „Ich weiß auch nicht. Ich genieße diesen Kampf, den wir gerade haben - der ist echt aufregend. Die Herausforderung ist jetzt noch größer. Ich liebe es, mit diesem Team zu arbeiten.“
Hamilton will Mercedes-Vertrag verlängern
Bleibt Lewis Hamilton auch 2022 in der Formel 1 und bei Mercedes?
Dazu kommt: Hamilton will seine politische Mission fortsetzen. „Es ist sehr ermutigend, die Schritte zu sehen, die mein Team macht, um in Zukunft mehr Schwerpunkt auf Inklusion und Diversität zu setzen. Es gibt da noch viel Arbeit zu tun in diesem Sport. Und ich weiß: Wenn ich hier bin, kann ich bei diesem Wandel besser mithelfen. Das ist etwas, worauf ich mich freue."

Mercedes will Hamilton behalten

Gilt das auch für Mercedes? Teamchef Toto Wolff bestätigt gegenüber „Sky“, dass die Verhandlungen mit Hamilton bereits laufen: „Lewis ist schon eine ganze Weile bei uns, und so lange wir ihm ein konkurrenzfähiges Auto hinstellen können, sehe ich keinen Grund, wieso wir unsere Zusammenarbeit nicht fortsetzen sollten. Jetzt ist herausgekommen, was wir bereits unter uns besprochen haben – und ich bin glücklich darüber.“
Hamilton bestreitet beim Portugal-GP sein 159. Formel-1-Rennen für Mercedes. Am Ende des Jahres wird er voraussichtlich bei 179 Starts mit dem deutschen Hersteller stehen. Nur eine Ehe hielt länger: Michael Schumacher brachte es mit Ferrari auf 180 Grands Prix. Auch diesen Rekord wäre Schumi also los, wenn Hamilton 2022 bei Mercedes bleibt.
Verlängert Hamilton, dann dürften die Tage von Valtteri Bottas bei Mercedes gezählt sein. Mercedes kann es sich nicht leisten, den Edel-Junior George Russell noch ein viertes Jahr bei Williams zu parken. Obwohl Bottas den Portugal-GP von der Pole-Position aus starten wird (zum 17. Mal in seiner Karriere), gab es von Wolff daher heute auch schon leise Kritik: „Er hat das Fahren nicht verlernt, aber er hat einfach diese Schwankungen. Das müssen wir hinkriegen.“
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Wird Bottas gegen Russell ausgetauscht, wird zumindest ein Schumi-Rekord bestehen bleiben: Bottas und Hamilton werden Ende 2021 voraussichtlich zusammen 103 Rennen als Teamkollegen absolviert haben. Michael Schumacher und Rubens Barrichello waren 104 Rennen lang Partner bei Ferrari...

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